Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 2-3 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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SS Geliebte Brüder! Mit Gefühlen, in denen Traurigkeit und Freude, Furcht und Hoffnung gemischt sind, .bringe ich nach der Sitte früherer Jahre den gegenwärtigen Zustand unserer Kirche und Mission in Jerusalem zu Eurer Kenntniß, in der Absicht, Euer Mitgefühl zu erwecken, und Euch so zu bewegen, ernstlicher Dr und mit uns zu beten für den Fortgang des wichtigen und schwierigen Werkes, das unfern schwachen Händen anvertrauet ist. Ich kann die Gefühle, mit denen ich Euch zum fünften Male einlade,'Euch mit uns im Gebet und Danksagung zu verbinden zu allen Zeiten, besonders aber an dem Tage, an welchem vor zehn Jahren der erste protestantische Bischof seinen Einzug in Jerusalem hielt, und an welchem vor drei Jahren — nämlich am St. Januar 1849 — die erste protestantische Kirche auf dem Berge Zion eingeweiht wurde, ich kann, sage ich, meineGefühle bei dieser Gelegenheit nicht besser ausdrücken, als mit den Worten der heiligen Schrift: — „Ich arbeitete vergeblich, und brachte meine Kraft umsonstund unnützlich zu; wiewohl meineSachedesHerrn, und mein Amt meines Gottes ist." (Jef. 49,4.) Ohne die inner» Kämpfe zu erwähnen, welche mehr oder weniger allen Jüngern Christi auf Erden gemeinsam sind, während sie ihrer himmlischenHeimath zuwallen,—7 so sind gänzliche Gefühllosigkeit auf Seiten einer großen Zahl derer, welche Gegenstände unserer Sorge sind, Beunruhigungen und Prüfungen, von denen veranlaßt,von welchen Besseres erwartet wurde, offner und heimlicher Widerstand gegen die Verbreitung des Evangeliums von mehr als einer Seite, unser Theil gewesen während des vergangenen Jahres, und dagegen nur Weniges, was uns erheiterte und ermuthigte. Bei den vielfachen und großen Prüfungen haben wir so unerwartete und traurige Erfahrungen gemacht, die uns überzeugten, daß die Macht der Finsterniß eme wahrhaft grauenvolle Thätigkeit entwickelt, um das Licht des Evangeliums vom Eindringen in diesen dunklen Wohnsitz des Aberglaubens und Weltsinns zu verhindern. Ich will nicht auf die einzelnen Nebel näher eingehen, gegen die wir zu kämpfen haben; ich will nur sagen, daß der Anblick derselben und der beinahe handgreiflichen Wirksamkeit jenes bösen Geistes, welcher sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, mich abwech-