Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 2-3 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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zur Pracht ewiglich machen und zur Freude für Und für! (Jes. 60,15.) ES ist eine wichtige Zeit, in welche wir gekommen sind. Die Inden sind empfänglicher, als je für das Evangelium Äon Christo. Der Menschensatzungen des Thalmud sind steüberdrüsstg; die'Ungläubigen unter ihnen und die Reformjuden gelangen in der bodenlosen Tiefe der GottesläugnuNg, in die sie schnell versinken, zu einer Sehnsucht nach dem, der das Leben ist; die strengen Gesetzesdiener zerarbeiten sich vergeblich in ihren Werken und finden keinen Frieden. Dabei ist ein Forschen und Fragen allgemein und innerlich bei Vielen ein entschiedener Zug zu dem verachteten Nazarener, in welchem alle Gottesverheißungen des alten Bundes Ja und Amen sind.-'-' '- ■. Geliebte! Die Juden sind das Missionsvolk der Welt. Entweder sie sind es zur Plage der Menschen im Dienste des Reiches der Finsterniß oder zum Segen aller Völker, so sie Prediger werden des lebendigen Gottes. Ein einziger wahrhaft zu Christo bekehrter und gläubiger Jude wiegt hundert geborene Christen auf durch die Kraft seines Zeugnisses und den Eifer für des Herrn Reich. Uns ist das Heil von den Juden gekommen und wir sollten es ihnen nicht wiederbringen? Uns ist durch ihren Unglauben die Gnade in Christo ohne Verdienst angeboten worden und wir sollten müde werden, ihnen dieselbe Gnade immer aufs neue anzubieten? Uns ist Jerusalem um des Herrn Willen eine heilige Stadt, und wir sollten nichts thun, daß auch Israel von Zion aus wieder die Predigt von dem gekreuzigten Messias vernehme, damit es sehe, in welchen es gestochen habe und ihn beklage wie ein einiges Kind? Ach wenn wir ihnen nicht zum Aergerniß würden durch unseren Unglauben und durch unsere Sünden; wenn sie nicht ein Recht hätten zu sagen: Viele Christen glauben selber nicht, was im Neuen Testamente geschrieben steht und noch viel weniger wandeln sie als wahrhafte Nachfolger Jesu und -verkündigen die Tugenden dessen, der sie berufen hat; wenn sie nicht durch den Abfall in unserer Mitte abgeschreckt würden, statt durch das lebendige Zeügniß von unserem hochgelobten Heilande in Wort und Leben und durch die suchende und rettende Liebe angezogen und gewonnen zÜWrrdeN; wahrlich es müßte eine große Zahl ans ihnen zur