Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 2-3 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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18 ten der Majtstät«Gottes in deoHöhe ^AeDakent,M welchem die großen Thaten Gottes zum Heile der Welt geschahen und sich die Gerichte des Herrn vollendet haben: es ist der Boden, auf welchemjedes christliche-GMüch^heiMrsch ^ewoch'eN ist durch dasZeügftiß dw-heiligen Schrift; es ist die Stätte, an welche sich die tiefsten Erfahrungen des inwendigen Lebens knüpfen und auf welcher sich immer auf's neue die gesammte Christenheit im Geiste versammelt, um zu schauen, was dort für uns geschah: wer kennt, wer liebt, wer segnet es nicht und spricht: Wünschet Jerusalem Glück! Es müsse wohlgehen denen, die dich lieben! Aber wenn wir als Christen schon also zu sprechen uns gedrungen fühlen und darum für Jerusalem ein Herz haben, so sollte am heutigen Tage, an welchem wir uns zur Feier der Stiftung des evangel. Bisthumö zu Jerusalem.vereinigt haben, jedes treue Glied der theueren evangelischen Kirche noch^ganz besonders in diesen Segensruf für Jerusalem einstimmen. Oder wisset ihr nicht, in welcher hülfe- und schutzlosen Lage das evangelische Bekenntniß in den weiten.Länderstrecken des türkischen Reiches sich früher befand? - Habt ihr nie gehört, daß dort neben den alten christlichen Kirchen des Morgenlandes, deren Patriarchen die Schirmherrn ihrer Glaubensgenossen sind, die evangelische Kirche, die Kirche des lauteren Evangelii ohne jeden rechtlichen Schutz, ohne alle Vertretung, ohne Prediger, ohne Tempel, ohne freies Bekenntniß, ohne geistliche Nahrung und Pflege, verlassen dastand, so daß unsere Glaubensbrüder den Muhamedanem allein als „Menschen ohne.Gott" erschienen und jeder Handlung der Bosheit, jeder Willkühr ihrer Feinde, jedem Fluche der verblendeten Widersacher des Evangelii Preis gegeben waren?; Gilt es auch da nicht als eine dankenswerthe, große That unseres frommen Königes, den Gott segnen wolle! — daß er vor 10 Jahren, als. sich die Knechte des falschen Propheten einander selbst zerfleischten und das türkische Reich in seiner verzweifelten Lage den Beistand der Krone Englands, und .Preußens anflehte, seiner bedrängten evangelischen Glaubensgenossen im Morgenlande gedachte und ihnen in Jerusalem einen Schutz und eine sichere Zuflucht, eine Stätte der Erbauung und des Bekenntnisses ihres Erlösers zu bereiten und zu sichern sich ent-