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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 10-11 (1851) · page 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
10-11 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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176 hören, daß wir nicht die Wiederherstellung der Juden leugneten, und nachdem wir noch verschiedene Stellen im Neuen Testamente gelesen Hatten, welche von diesem Gegenstände sprechen, verließ er uns. Den 14. August. Der oben erwähnte reiche Jude erwiederte unsern Besuch, von seinem Sohne begleitet. Der Gegenstand unseres Gesprächs war die Rechtfertigung, ob aus Gnaden durch den Glauben, oder durch unsere eigene Werke, Er behauptete, daß gute Werke, besonders Almosen, Gott angenehm sein müssen und eine Belohnung verdienen. Aber ich fragte ihn, ob er denn wirklich glaube, daß Gott verpflichtet sei, uns all die mannigfachen Sünden zu vergeben und uns zu belohnen, wenn wir einen Theil des Vermögens, oder selbst das ganze, das uns Gott zum Besten unserer Mitgeschöpfe anvertraut hat, zu diesem Zwecke verwenden, und ob Gott nicht viel mehr von uns fordern könne, als wir im Stande oder Willens find zu thun? Nachdem wir ihnen den Weg des Heils und der Rechtfertigung durch den Glauben an das Lamm Gottes gezeigt hatten, verließen sie uns. Auch habe ich einen polnischen Juden im täglichen Unterricht. Er ist sehr unwissend, aber er läßt hoffen, daß er bald den kennen lernen wird, ohne welchen all unser Wissen nichts ist. So ist das Wort, obschon in großer Schwachheit, so doch im Glauben und mit Gebet, beides Reichen und Armen, Hohen und Niederen, Gelehrten und Ungelehrten gepredigt worden. Den Erfolg betreffend müssen wir auf den sehen, der gesagt hat: „Das Wort, das aus meinem Munde gehet, soll nicht wieder leer zurückkehren, sondern soll ausrichten, wozu ich es sende." Dies Blatt erscheint jährlich in 8 bis 10 Heftchen, zusammen 12 bis 14 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Sgr. Bestellungen nehmen, außer dem Herausgeber, alle Buchhandlungen an. Druck von C. H. Storch und Comp, in Breslau.

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