Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 8-9 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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liege; und daß nun, da wir aus der Ferne gekommen wären, ihnen einen Brief zu bringen, sie bereitwillig seien, ihn anzunehmen, und auch zu folgen der alten Religion ihrer Priester: Taou-sze-foo „immer mit dem Himmel (Gott) zu sein." In ihrer Sprache und Unterhaltung schienen sie sehr aufrichtig. Auch hörten wir, daß wer nur immer zur Erkenntniß der jüdischen Religion käme, auch bald arm und verachtet würde. Kein Chinese wird eines Juden Freund werden; sie werden von dem gemeinen Volke nicht anerkannt, oder als Feinde betrachtet. Viele von ihnen bekennen zwar die Religion, aber nur dem Namen nach, nicht in Aufrichtigkeit. Sie fürchten sich, daß sie auch verachtet und arm werden möchten; und so machen's auch die Muhamedaner zu Kae-fting-foo. Sie wissen nie den Tag der Woche. Als wir sie fragten, sagten sie, wir machen fünf Tage zu einer Woche. Der Tempel der Juden wird von ihnen genannt: „Vihsze-lo-nee," „das freudenvolle Ekgenthum von dem Einen Wesen ertheilt;" aber die vier Schrift-Charaktere wurden nicht an der Tempelthür gefunden. Einige sagten, sie wären ihnen von dem Kaiser gegeben, und deswegen hielten sie dieselben an einem geheimen Orte verborgen, und ließen das Volk nur wissen, daß der Tempel genannt werde: „Tsching-chin-sze," „der Tempel der Wahrheit und Reinheit." Dieser Name wird auch von den Muhamedanern in Kae-fung-foo gebraucht, welche ihn an ihre eigenen Tempel schreiben. Die Muhamedaner haben auf ihren Aushängeschilden: „Hwuy, hwuy," mit einer Art von punktirten Weinkrügen, in deren Mitte ein chinesischer Charakter geschrieben ist: „ts'hing" (rein), oder „chin" (wahr), wie wir in den Straßen und an den Kaufläden sahen, als wir das Poo ching sze (Schatzamt) passirten. Den 13. December. Gestern Abend standen wir große Angst und Unruhe aus, weil die Juden zu uns in den Gasthof kamen, uns zu besuchen. Im Gasthofe war eine große Anzahl von dem Canton Volke, die Opium verkauften, und von dem Sze-chuen Volke, welches der Bedienung des Magistrats zugehört. Sie hörten, daß wir mit den Juden von unserer und ihrer Religion redeten. Sobald die Juden fort waren, gingen wir zu Bett, aber gegen 11 Uhr hörten wir sie laut von dem sprechen, was wir geredet hatten. Es waren 9