Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1851-01-01 · 6-7 (1851) · page 27

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
6-7 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554626-2554631--01477-2557316
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

107 Raum und faßt festeren Fuß. Gebe Her Herr, daß diefes Wort bald den Sieg nicht blos über die armen verführten und in Menschensatzungen gefesselten Juden, sondern auch über die Anhänger Muhameds und die armen in Aberglauben versunkenen Christen völlig davon tragen möge! Es wird geschehen, sobald die, welche der Herr auf den Kampftilatz gestellt hat, nicht verzagen und müde werden, sondern ausharren und tapfer kämpfen mit dem Schwerte des Geistes, und sobald nur alle gläubigen Christen heilige Hände im Gebete zum Herrn erheben, und die Kämpfenden damit unterstützen. Ehe wir jedoch unfern Lesern die neueren, erfteulicheren Nachrichten mittheilen, wollen wir noch etwas aus früherer Zeit, aus der Zeit des härtesten und heißesten Kampfes nachholen. Wir knüpfen an Nr. 5 an, wo wir die Nachrichten abgebrochen haben. Herr Stern fährt in seinem Briefe vom 14. Januar fort: Die andern fünf heilsbegierigen Juden haben zu meinem Bedauern eine solche Zaghaftigkeit gezeigt," daß sie dadurch an ihren Seelen Schaden genommen, und ihren Feinden damit einen großen Triumpf bereitet haben. Ich hatte, in der That gehofft, daß zwei von ihnen, wenn nicht bereits völlig bekehrt, doch der Wahrheit aufrichtig ergeben und ängstlich besorgt seien, den schmalen Weg eines heiligen und religiösen Lebens zu wandeln. Aber ihr neuliches Betragen überzeugte mich, daß sie noch zwischen zwei Meinungen schwankten, und daß sie zur selben Zeit, während sie besorgt waren, Christo zu folgen, die Mißgunst und Feindschaft ihrer Freunde fürchteten; anstatt sich ganz dem Willen eines gnädigen Herrn hinzugeben, der ihnen in ihren Anfechtungen und Versuchungen Kraft und Gnade hätte geben können, hörten sie auf die Rathschläge der Gegner des Evangeliums, welche ihre Gemüther von Gott abzogen und ihre Herzen zerstreuten. Die Rabbiner, voll von Betrug und Verschmitztheit, die unzertrennlich mit der sogenannten Gelehrsamkeit in Osten verbunden sind, waren nicht mit einem bloßen Versprechen zufrieden, daß sie meine Gottesdienste nicht mehr besuchen würden, sondern zwangen sie, Schuldverschreibungen bis zu einer gewissen Höhe zu unterschreiben, welche sie, im Fall sie ihr Versprechen brechen, genöthigt sein würden anzuerkennen und zu bezahlen. Zwei

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.