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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 5 (1851) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
5 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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72 Jesus, Dein Blut komme zur Versöhnung über uns und unsere Kinder!" Seht, meine Brüder, das ist die feste und gewisse Hoffnung Israels. Wort für Wort wird die Verheißung unseres Textes in Erfüllung gehen. Denn der treue, wahrhaftige Zeuge, in welchem alles Ja und Amen ist, Er selbst hat es bezeuget. So gewiß Israel den Herrn verworfen hat, so gewiß der Herr zur Strafe dafür Israel verworfen hat, so gewiß Er Seine Drohungen an dem abtrünnigen Israel erfüllt hat, nun schon 1800 Jahre lang erfüllt hat, so gewiß wird Er Sich Israels wieder erbarmen und es zu Sich führen, so gewiß wird Er Israel Buße zury Leben geben. Und wiederum wird Er dann sprechen: „ist nicht Ephraim mein geliebter Sohn und mein trautes Kind?" Ja wiederum wird Er dann sprechen: „Israel, du bist ein herrlich Volk." Und Sein Volk wird dann mit Freuden jubeln: „Israel hat dennoch Gott zum Tröste, wer nur reines Herzens ist." Wir fragen II. was wir zu thun haben, damit Israels einstige Buße erfolge? und unser Text gibt uns Antwort. Es heißt in demselben, daß Israel zur Buße kommen wird, wenn Gott den Geist der Gnaden und des Gebets über ste ausgießt. Cr sendet aber Seinen Geist auf das Gebet Seiner Gläubigen. Drum sollen wir bitten und flehen, daß fich der Herr über Israel erbarme, die Decke von ihren Augen nehme, mit Seinem heiligen Geist sie erfülle, ihnen Buße und Glauben schenke, daß ste Ihn ansehen, in welchen ihre Väter gestochen haben. O wie getrost können wir mit dem Gebet vor den Herrn hintreten! Wir beten ja gestützt auf so viele und gewisse Verheißungen; wir beten ja für Seine eigenen Brüder, für seine eigenen Glieder, deren rechtmäßiges Haupt Er ist. Wir dürfen ja an Sein Herz anklopfen mit der Frage: „lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht?" Ach wären wir treuer im Gebet für Israel, der Herr würde Seine Verheißung nicht verziehen, sondern den Geist der Gnaden und des Gebets über das Haus Davids und über die Bürger zu Jerusalem ausgießen.

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