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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 5 (1851) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
5 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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67 gerade diese. Wenn der Herr Sich umsieht unter Seinen Dienern, wenn Er fragt: wen soll ich senden, wer will mein Bote an Israel sein? ach, wie wenige antworten da: hier bin ich, sende mich! Wie wenig ernste, gläubige Christen selbst haben ein Herz für Israel, unseren erstgeborenen Bruder! Wie manche Misstonsstunde wird gehalten, wie manches Missionsfest gefeiert, wo Israels auch nicht mit einem Worte, nicht einmal mit einem Worte des Gebets gedacht wird. Ich will hier nicht von den Entschuldigungen reden, womit man diese Trägheit zuzudecken pflegt. Daß sie solchen bestimmten göttlichen Befehlen und Verheißungen gegenüber allzumal thöricht sind, ist ja ganz klar. Auch kommen ja alle diese Entschuldigungen zuletzt darauf hinaus, daß die Mission unter Israel so wenig Erfolg hat. Als ob man reichliche Früchte sammeln könnte, wenn man so spärlich säet. O möchte es dem Herrn gefallen, heute unsere lässigen Hände und unsere müden Kniee aufzurichten, damit wir fortan mit mehr Ernst und Eifer diese heilige Sache des Herrn treiben, die Er den Seinen so ernst an's Herz gelegt hat. Unser Terteswort mahnt uns zu solcher Treue; es enthält eine so klare, so feste Verheißung, daß Sich der Herr Seines Israel wieder erbarmen wird. Wenn Er durch Seinen Propheten uns znruft: „Ueber das Haus Davids und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets; denn sie werden mich ansehen, welchen jene zerstochen haben; und werden ihn klagen, wie man klaget ein einiges Kind; und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um ein erstes Kind," so sagt uns dies ja auf das Allerbestimmteste, daß Israel einst zur Buße kommen wird. So laßt uns denn heute betrachten: Israels einstige Buße. Unser Tert schildert uns 1) diese Buße, und sagt uns L) waS wir für Israel zu thrin haben, damit es zu dieser Büße komme. I. Unser Tert schildert uns mit den stärksten Ausdrücken den Bußschmerz, den Israel einst empfinden wird. Wie eine Mutter um ihr erstes, ihr einziges Kind weint, wenn der Tod es ihr genommen hat, 5*

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