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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 3-4 (1851) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
3-4 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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55 Ps. 19, 8. Da stehe nur von dem Zeugniß des Herrn, Mchts von den Erklärungen der Rabbiner. Einer sagte beim Weggehen, ich sei ihm, wenn auch ein Meschumed, (ein Getaufter) doch lieber, als ein Jude, der, wie die Neueren, an Nichts glaubt; ich glaube wenigstens ans A. T., nur glaube ich zu viel, weil ich auch ans R. T. glaube." Ein junger Talmudschüler bat um ein N. T., damit er sich vorbereiten könne, den Vertheidigern des Christenthums zu entgegnen. Im Laufe des Gesprächs gab er zu, daß sich Gott vielleicht des Jesu als Messias für die Heiden bedient habe. Darauf wurde ihm erwidert: Jesus sei ja zuerst zu den Seinen gekommen, die Seinen haben ihn aber nicht ausgenommen. Daß Jesus aber ein Licht der Heiden geworden, bestätige ja gerade seine Messias-Würde; denn vom Messias ist gesagt, daß durch ihn alle Geschlechter der Erde gesegnet werden sollen." Interessant ist das Gespräch, das unser Freund bei dem Rabbiner hatte, und das wir ganz miltheilen: „ Nachmittags , spricht er, besuchte ich den Rabbiner; er nahm mich fteundlich quf, und ich mußte ihm ausführlich erzählen, wie ich zum Glauben an Christum gekommen fei. Er ist der Meinung, daß ich in der Einbildung lebe; wenn ich das A. T. in der Ursprache verstände, würde ich einsehen, daß der Herr Jesus ein falscher Messias sei. Von der Versöhnung unserer Sünden durch Christi Blut wollte er nichts hören; er wandte sich von Abscheu erfüllt von den Gedanken weg, wie man nur so etwas behaupten könne. Ich hielt ihm die mosaischen Opfer, ganz besonders die Versöhnung der Sünden durch das blutige Opfer am Versöhnungstage vor. Er erklärte dies Alles auf mancherlei Weise; ich führte ihn aber immer zurück auf 3 B. Mos. 17, 11: „Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch zum Altar gegeben, daß eure Seelen damit versöhnet werden. Denn das Blut ist die Versöhnung für das Leben," und bat ihn, da er fest am A. T. halte, mir diesen Vers zu erklären. Unterdeß war ein steinalter Jüde, mit schneeweißem Barte, in die Stube getreten, der das Gespräch unterbrach, in dem er sich an den Rabbiner, der sein Sohn ist, wandte und ihn mürrisch bat, nicht weiter mit mir zu sprechen.- Als ich mich nun auch an den alten Man« wandte und ihm sagte, daß ich die Juden liebe, daß ich chnen

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