Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 3-4 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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47 Ausgießung seines heiligen Geistes nicht blos auf die, welche schon durch sein Wort angeregt sind, damit sie mit der nöthigen Kraft zum Bekenntniß desselben ausgerüstet werden, sondern auch auf die, welche sich noch von dem Feinde als Werkzeuge zur Zerstörung des Reiches des Lichts und der Wahrheit gebrauchen lassen, damit auch sie noch zur Erkenntniß der Wahrheit kommen und von dem ewigen Verderben errettet werden mögen. Möchte doch kein wahrer Christ dieses herrliche Vorrecht der Kinder Gottes vergessen! Möchte kein wahrer Christ vergessen, auch für das arme, von seinen Hirten verführte und geknechtete Volk Israel um die Gabe des heiligen Geistes zu beten, damit es von den Fesseln des Aberglaubens und Unglaubens befreit würde, und Jakob sich freuen und Israel fröhlich sein könnte.. Herr Prediger Stern schreibt unterm 9. Nov. vorigen Jahres: Unter den verschiedenen Mitteln, zu welchen die Juden seit Kurzem gegriffen haben, um der Wahrheit des Evangeliums entgegenzutreten und ihrer Weiterverbreitung Einhalt zu thun, hat sich keins wirksamer bewiesen, als öffentlicher Hohn und unverhüüte Verachtung. So lange als sich diese Art der Feindschaft auf einzelne Personen erstreckte, ertrugen sie einige geduldig; aber als sie sahen und hörten, daß ihre Religion öffentlich in den Straßen beschimpft, vor ihren Thüren gelästert und in der Synagoge zum Hohn und Gelächter gemacht wurde, ohne daß irgend Jemand Mitleiden mit ihnen gezeigt und ihnen freundlich die Hand gereicht hätte, da schreckten sie zurück bei solchem Opfer, und verhärteten ihre Herzen gegendie milden Strahlen der Sonne der Gerechtigkeit. So sagte mir vor einigen Tagen ein Jude, der mich ftüher häufig besucht hatte: „Ich-fühle gar wohl, was sie mir sagen wollen, aber können Sie erwarten, daß ich meine Familie (die Frauen sind im höchsten Grade bigot und entsetzlich unwissend) mich dem Hasse und Zorne der Juden, der beißenden Spötterei der Christen rmd den Schmähungen der Muhamedaner aussetzen lassen sollte? Wenn der Glaube selig macht, dann ist's genug — ich glaube von ganzem Herzen an jeden Artikel Ihres Glaubens. Ich bemühte mich ihn davon zu überzeugen, daß wir uns den