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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 3-4 (1851) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
3-4 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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besuchte ich in ihrer Behausung, fand wie früher bei den meisten freundliche Aufnahme und viele versprachen mir, mich zu besuchen. Meine Freude war groß, daß ich meinen Brüdern nach dem Fleische, die irre geführt im Unglauben wandeln, das Evangelium verkündigen konnte. Es war mein größtes Verlangen für die Verlornen Israels im Reiche Gottes zu wirken, und sehnte mich nach einem solch seligen Berufe, daß ich alle meine Kräfte meinen Brüdern, als den Kindern der Verheißung widmen könnte. Allein ddr Herr achtete mich zu einem solchen Amte für noch nicht würdig, und führte mich andere Wege. Ich sollte erst seine Liebe auch in der Züchtigung erfahren, zur Besserung, zur Stärkung im Glauben, zur Gerechtigkeit, zum Frieden und zur Freude im heiligen Geiste. Es fehlten mir nämlich bald die Mittel zum nothdürftigsten Unterhalt in — u, und ich mußte daran denken, mein Unterkommen anderswo zu suchen. Auf Empfehlung des Herrn — ging ich zu einem gläubigen Pastor auf's Land, um mich auch mit dem christlichen Schulwesen bekannt zu machen. In diesem Geistlichen fand ich einen väterlichen Freund, und nachdem ich bei ihm ein halbes Jahr verweilt hatte, machte ich nochmals vor der Prüfungs-Commisston in —u das Eramen, wobei mir der Herr beistand und viel Gnade erzeigte. Bald darauf kam ich ins Amt, indem ich meinen jetzigen Posten erhielt, den ich nun schon ein paar Jahre bekleidet habe; und obschon nicht frei von Widerwärtigkeiten und schweren Leiden, lebe ich durch die Gnade meines Gottes mit meinem Hause still im Glauben, und in der Hoffnung und Liebe zu unserm Herrn Jesu Christo. — Hiemit schließt der theure Bruder die kurze Erzählung seiner Bekehrung. Er hätte fteilich noch gar Vieles aus seinem Leben mittheilen können, worin sich die unaussprechliche Liebe des Herrn zu den armen sündigen Menschen, und seine Hirtentreue, die in der Wüste des Lebens umherirrenden und in jedem Augenblicke der Gefahr des Todes ausgesetzten Schaafe'aufzusuchen und sie von dem sichern Untergange zu erretten, so recht deutlich kund thut, und vielleicht würde auch mancher unsrer Leser zu seiner Erbauung und Glaubensstärkung gern noch mehr gehört haben; allein der Raum gestattet es uns nicht, ausführlicher zu sein, und wir hoffen, daß

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