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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 1-2 (1851) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
1-2 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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30 dienst sprach, führte hiergegen an, daß Moses denselben nur eingeführt habe, damit die Juden nicht den Feldteufeln das Blut opfern sollten, eine Meinung, die auch der Rabbiner vertrete. Er zeigte mir die Stelle 3 B. M. 17, 7, worauf ich ihm entgegnete, daß der Opferdienst von Gott verordnet, und daß in den darauf folgenden Versen Gott ganz bestimmt den Zweck des Opfers ausfpreche, wenn er sagt: „Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch zum Altar gegeben, daß eure Seelen damit versöhnet werden, denn das Blut ist die Versöhnung für das Leben." Wir brechen hier die ausführlicheren Mittheilungen aus dem Tagebuche unseres jungen Freundes ab, und erwähnen nur noch einiger besonderen Aussprüche von Seiten der Juden. Ein Jude in — stellte die Behauptung auf „der Messias sei im Jahre 1848 gekommen und zwar in der Person des Kaisers von Oestreich, der die Juden von den sie drückenden Lasten befreit habe." *) Als es ihm aus der Schrift nachgewiesen wurde, daß das Werk des Messias besonders darin bestehe, die Juden und Heiden von der drückendsten aller Lasten, von der Sündenlast zu befreien, erwiderte er ziemlich gleichgültig: „Er erinnere sich wohl aus seiner Jugendzeit dieser und jener Stelle, sie seien ihm aber nicht mehr gegenwärtig." In — hatte unser Freund besonders viel Umgang mit dem Rabbiner. Dieser gab zu, daß Gott sein Antlitz vor den Juden ihres Unglaubens wegen verborgen habe; aber er sprach auch die Hoffnung aus, daß sich sein Volk wieder bekehren, wo dann auch der Herr sich wieder zu ihm bekennen werde. Die Stelle 1. Buch Mos. 49,10 erklärte er, wie dies häufig geschieht, folgendermaßen: Das Wörtchen „ad" heiße nicht nur bis, sondern auch, auf ewig. Dem gemäß müsse man übersetzen: „Das Scepter wird von Juda nicht weichen auf ewig, denn der Schiloh wird kommen und dem *) Die Leser erinnern sich vielleicht noch des Hirtenbriefes von dem Ober- Rabbiner in Straßburg, in Nro. 5, 1848 mitgetheilt, »ach welchem die französische Ration der Messias fei» sollte. So ist es, wenn man das Worte Gottes »erläßt, daun ist man bereit, jeden Unsinn aufzustelieii und anzunehmen, nur nicht die Wahrheit. Am», d. R. -

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