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Dibre Emeth · 1850-12-01 · 12 (12.1850) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
12 (12.1850)
Date
1850-12-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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189 ■ —W Innere dem Blicke dar. Ich beabsichtige täglich einige Stunden daselbst zuzubringen und die Vorübergehenden anfden hinzuweisen, welcher der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Durch die Freigebigkeit. einer reichen Engländerin wurde Herr Stern in den Stand gesetzt, bei seiner Rückkehr nach Bagdad dort eine Anstalt zu errichten, in welche diejenigen Juden, die zum Christenthum übertreten wollen, ausgenommen werden Und eine Profession erlernen können. Herr Stern giebt uns über den Fortgang dieses Unternehmens folgende kurze Nachricht: Die Industrie-Anstalt ist nun vollendet; die Juden bemühten sich, Opposition dagegen zu erregen, und verschiedene Männer, die ich als Meister beschäftigte, wurden verleitet, ihren Contract mit mir zu brechen. Ich habe jetzt drei angesehene Muhamedaner, welche die Geräthschaften, die ich bestimmt habe, verfertigen, und die Juden, die in die Anstalt werden ausgenommen werden, unterrichten werden. Ueber seine anderweitige Thätigkeit und deren Erfolg schreibt Herr Stern in diesem Briefe: Zn den letzten Tagen habe ich eine ganze jüdische Familie, aus sechs Personen bestehend, unter denen zwei junge Kinder, im Unterrichte gehabt. Mann und Frau haben ein tiefes Gefühl von der Nothwendigkeit eines Erlösers und sind ängstlich um ihr ewiges Heil besorgt. Auch sind einige andere Familien, welche gern zu mir kommen möchten, aber sie fürchten sich vor ihren Rabbinern. Ein jüdischer Arzt, der eine ausgebreitete Praxis hat, ist während des letzten Monats regelmäßig zu mir in Unterricht gekommen. Er ist ein gewandter Talmudist und zur Taufe* vollkommen vorbereitet, und wenn nichts dazwischen kommt, so denke ich ihn im nächsten Monate in die Kirche Christi aufzunehmen. Seine Frau, welche in jeder Beziehung den jüdischen Frauen überlegen ist, ist auch günstig gegen das Christenthum gesinnt , und speist oft bei uns. Ueber die Nothwendigkeit eines Gehülfen spricht sich Herr Stern so aus:

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