Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1850-09-01 · 9 (9.1850) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
9 (9.1850)
Date
1850-09-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2554541-2554612-2554622--01306-2557138
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

447 zu dürfen. Ich hatte nichts dagegen, da das früher schon öfters geschehen war, aber er kam nicht wieder zurück. Nachdem ich einige Zeit gewartet hatte, fing ich an unruhig zu werden, weil ich befürchtete, daß die Juden ihn ergriffen haben möchten und ihn mit Gewalt zurück hielten.' Bald darauf kam jedoch ein'Diener, mit der Nachricht, daß Jonas zu den Juden znrückgekehrt und in dem Hause deS Rabbi Mardochai fei. Zn einem spätem Briefe vom 22. Mai schreibt jedoch Herr Daniel: Am vergangenen Montag, 9 Uhr Abends, trat gegen alle meine Erwartung Jonas in meine Stube. Er bat mich herzlich um Vergebung wegen seiner unüberlegten Handlungsweise. Ich erwiederte ihm, daß es seine erste Pflicht sei, zu dem um Vergebung zu flehen, gegen den er fich so schwer versündigt habe/ und der allein die Sünden vergeben kann. Er bekannte und betheuerte, daß er sich seiner Sunde nicht nur klar bewußt sei, sondern daß er auch die Schwere der Schuld fühle, welche auf ihm laste, und versicherte mir wiederholt, daß er an den Herrn Zesum Christum glaube und daß er beabsichtige, zu mir zurückzukehren und sich gänzlich von den Juden zu trennen, und zwar in wenig Tagen, wo sich ihm, wie er hoffe, eine gute Gelegenheit dazu darbieten werde. Diesem in vielfacher Beziehung höchst traurigen, aber dessenyngeachtet sehr interessanten Berichte, fügen wir noch Einiges aus Briefen von den Herrn Missionspredigern Ewald und Nieolayson in Jerusalem bei. Herr Ewald schreibt unterm 27. Februar: Künftigen Charfreitag werden, so Gott will, zwei Personen aus dem Hause Israels getauft werden, die ich im Unterricht habe, nämlich M. Pintow und Sarah, die Frau Moses Victors. Der erstere ist Thürhüter in dem Hospitale, und hat bessere Tage verlebt. Sein Geburtsort ist Mogadore, an der Nordküste Afrikas; diesen Ort verließ er, als er 15 Jahr alt war und ging nach Jamaica. Dort blieb er 5 Jahr und ging dann nach England, wo er 16 Jahr lebte. Von da kehrte er dann in sein Vaterland zurück, wo er 18 Jahr Amerikanischer Consul war. Als die Franzosen Mogad ore bombardirten, floh er mit seiner Frau und zwei Kindern in das Gebirge, in dem er wie viele andere 40 Tage \

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.