Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 6 (6.1850)
- Date
- 1850-06-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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101 MMonsnachrichten. Egypten. Das Machest des Jewish Jntelligcnce bringt uns wieder einen Brief des Missionars Lauria in Cairo, den wir unfern Lesern nicht vvrenthalten wollen. Herr Lauria schreibt unterm 4. März also: Zch freue mich, daß ich während des verflossenen Monats das Borrecht hatte, vielen meiner in Finstrrniß und Unwissenheit dahingehenden Brüdern ununterbrochen das Evangelium von dem Heilande der Welt zu predigen, und ich habe guten Grund zu glauben, daß der von meiner schwachen Hand ausgestreute Same durch Gottes Gnade und Segen in dem Herzen vieler ehrbaren Juden anfängt Wurzel zu schlagen, und daher hoffe ich, daß er auch bald reichlich Früchte tragen wird. Außer den verschiedenen Juden, die seit einigen Monaten regelmäßigen Unterricht genießen und die, wie ich hoffe, bald durch das Sacrament der heiligen Taufe der Kirche Christi werden einverleibt werden, haben zwei andere um regelmäßigen Unterricht gebeten, welcher der Taufe nothwendig vorangrhen muß. Sie alle kommen sehr regelmäßig zu der bestimmten Stunde zu mir, wo wir dann das Neue Testament lesen, und ich ihnen dann das, was von Christo geschrieben steht, erkläre, von Moses anfangend bis auf die Propheten. Vergangene Woche sagten sie mir, daß sie sich gedrungen fühlten, ihre Absicht und ihren Wunsch, zum Christenthume überzutreten, öffentlich zu erklären; ich ermahnte sie aber, wohl zu erwägen, bevor sie diesen Schritt thäten, ob sie auch standhaft genug und bereit wären, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und Christo nachzufolgen. Dmn sie sind Eingeborne und Unterthane» eines despotischen Reiches und werden aller Wahrscheinlichkeit nach viel zu leiden haben. Demzufolge kommen sie nur heimlich zu mir, bis ich werde in Erfahrung gebracht haben, wie die Regierung hier gegen bekehrte Juden etwa zu handeln gesonnen ist, und wie die Proselyten gegen die Verfolgungen, die ihrer erwarten, geschützt werden können. Viele angesehene Juden haben mich besucht, und ich habe auch wiederum viele von