Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 5 (5.1850)
- Date
- 1850-05-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554612-2554618--01243-2557071- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
88 Wie sich die: Güte Gottes in seinen Führungen Dir ttrifr Deinem älteren Binder geoffenbaret holt , habe ich nicht nöthig in Dein-Gedächtniß zurück zu rufen. Einen Umstand jedoch kann ich nicht mit Stillschweigen übergehen/ — den, daß an uns, den Nachkommen Levr's, die Verheißungen, welche so viele Jahrhunderte vorher gegeben worden, erfüllt worden sind r „Darum sollen die Leviten kein Theil noch Erbe haben mit ihren Brüdern; denn der Herr ist ihr Erbe, wie der Herr, dein Gott, ihnen geredet hat." (6. Mos. 10, 9.) Wahrlich, Gott selbst ist unser Erbe! Christus ist unser Theil! welcher vor Alters schon gesagt hat, daß er die Kinder Levi reinigen und läutern will, und sie sollen des Herrn sein, darzubringen ein Dpfer in Gerechtigkeit. Er gestattet uns nun, dies Opfer darzubringendas er nicht nur gnädiglich ansehen, sondern auch von unfern Händen ännehmen wird. Nicht ohne Absicht habe ich Dir die Erfahrungen meines früheren Lebens erzählt. Es ist nützlich und nöthigdaß Du mit all der Barmherzigkeit Gottes gegen mich bekannt werdest, und eine treue und aufrichtige Erinnerung daran kann keinesweges Stolz genannt werden. An Dich besonders habe ich diese Erinnerungen gerichtet, daß dasjenige, was Du nicht mit Deinen Augen gesehen hast, doch in Dein Gedächtniß geschrieben werden mag., als von den Lippen Demes Vaters kommend, damit Du es wieder denen erzählen kannst, die jünger als Du sind, und diese wieder ihren Nachkommendamit sie nicht vergessen die Werke des Herrn, noch -von dem Studium seines heiligen Wortes ablassen. —; Dies, mein theurer, geliebter Sohn, ist für Dich mein Testament, und laß es auch Dein Erbtheil sein, damit das Gesetz des Herrn Deine Freude sei, und Du über sein Wort Tag und Nacht Nachdenken magst. Dies Nachdenken wird Dir angenehmer und ergötzlicher werden, wenn Du solche Werke liest. So nimm denn die Gabe Deines Vaters an, die Dir mit der Zärtlichkeit und Freude eines Vaters dargereicht wird. Und nun genug. Da ich den allmächtigen Gott, von welchem und in welchem allein alle Weisheit ist, um seinen Beistand angefleht und ihm mit demüthigem Gebete das Werk empfohlen habe, so laß uns nun die Hände an den Pflug legen. Dies Blatt erscheint monatlich in einem Bogen und kostet der Jahrgang 10 Sgr. Bestellungen nehmen, außer dem Herausgeber selbst/ alle Buchhandlungen an. Gedrmtt und in Commission bei' Trowitzfch und Sohn in Franktürr a. d. O.