Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 4 (4.1850)
- Date
- 1850-04-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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57 . NE 10. — A« dem heutigen Sabbath ging ich noch einmal in die Synagoge; und als die Juden mit dem Lesen des Gesrtzabschnittes fertig waren, unterrichtete ich sie von dem Zwecke meines Kommens. Sie erwiderten mir, daß sie nichts dagegen hätten, das zu hören, was ich ihnen sagen wollte. Darauf predigte ich ihnen das Evangelium, und einige von ihnen hörten sehr aufmerksam zu. Nov. 11.— Heute war ich wieder bei Herrn Dr. Paulding. Am Nachmittage ging ich in das Zudenviertel und predigte einer großen Zahl Juden das Evangelium. Zn Damaskus sind 15 Zeschibas (Thalmudschulen) und 8 Synagogen mit Einschluß der zu Tobar, die ich oben erwähnte. Die Zahl der Juden beläuft sich auf 6000 Seelen, von denm 400 ganz arm sind und nur 50 reich genannt werden können. Wenn ich den Eingang betrachte, den ich in Damaskus sowohl bei den reichen als armen Juden fand, so muß ich diesen Ort als ein weites Arbeitsfeld für einen Missionar betrachten; für einen Ort, an welchem die Sonne der Gerechtigkeit vielen aufgchen könnte. Ich werde es nie vergessen, mit welcher ernsten Aufmerksamkeit meine Predigt des Evangeliums von den Juden in Damaskus angehört wurde; auch wird das Neue Testament von vielen mehr oder weniger sorgfältig gelesen und durchforscht. Am 12. verließ ich Damaskus und am 5., ungefähr drei Stunden vor Sonnenuntergang, gelangte ich in Safet an. Ich ging in das Zudenviertel und redete eine große Anzahl Juden an, aber sie weigerten sich, sich mit mir in ein religiöses Gespräch rinzulaffen. Liberias, Nov. 17. Da es Sabbath war, ging ich zeitig am Morgen in die Synagoge, um beim Lesen des Gesetzes gegenwärtig zu sein. Ich ging zunächst in die Synagoge der Polnischen Juden, welche der Seete der Chasidim (Heiligen) angehören und fing an, ihnen das Evangelium zu predigen. - Sie. — Es thut uns sehr leid zu hören, daß Sie ein Epikuräer sind. -