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Dibre Emeth · 1850-03-01 · 3 (3.1850) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
3 (3.1850)
Date
1850-03-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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45 Eine große Anzahl Zuden in der Synagoge hörten sehr aufmerksam auf das, was ich sagte, und verschiedene von ihnen luden mich ein, sie in ihren Wohnungen zu besuchen, was ich ihnen auch versprach gern thun zu wollen. Nachmittags besuchte ich die Farchies oder Pharcies — eine sehr reiche Familie in Damaskus, deren Häuser die Aufmerksamkeit jedes Reisenden auf sich ziehen. Einer von ihnen ging mit mir in eine Zeschibr (ein Zimmer, wo mau zusammen kommt den Thalmud zu studiren, gleichsam eine Hochschule) wo ich sieben Rabbiner fand, die sich , über den Thalmud unterhielten. Ich begann mit ihnen über den Charakter des Messias zu sprechen, der ihm jm Alten Testamente beigelegt wird, und zeigte ihnen, wie die Weissagungen von ihm immer, deutlicher würden, bis wir in Zesaias 53. einen klaren Blick von ihm bekämen, welches Kapitel ich ihnen dann erklärte. Sie erwiederten: Wir hoffen, daß wir den Gott Israels oder die Religion unsrer Väter nicht verlassen haben, und wir glauben, daß wir in den alten Wegen wandeln. Meine Antwort war: Hierin muß ich euch widersprechen und aus der Schrift beweisen, daß ihr den Gott Israels und die Religion eurer Väter verlassen habt. Darauf öffnete ich meine Bibel und fing an zu lesen: ,,Denn die Kinder Israels werden lange Zeit ohne König, ohne Fürsten, ohne Opfer, ohne Altar, ohne Leibrock und ohne Heiligthum bleiben. Darnach werden sich die Kinder Israels bekehren, und den Herrn, ihren Gott und ihren König David suchen, und werden den Herrn und seine Gnade ehren in der letzten Zeit." (Hos. 3, 4. 5.) Und was noch besonders David ihren König betrifft, so finden, wir Hesekiel 34, 23. 24.: „Und ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David; der wird sie weiden, und soll ihr Hirte sein. Und ich der Herr, will ihr Gott sein; aber mein Knecht David soll der Fürst unter ihnen sein; das sage ich der Herr." Und fast dasselbe lesen wir in demselben Propheten Kapitel 37, 24. 25. Wenn die Juden nun nicht wirklich „den Herrn ihren Gott und ihren König David" verlassen haben, wie sollten sie da Ursache haben umzukehren und sie zu suchen? Zn derselben Bibel ist jedoch auch ein Heilmittel für euch angegeben, wie wir es in 3. Mos. 26, 40—42. finden: „Da werden sie dann ihre Missethat bekennen rc." Daher müßt ihr Buße thun und eure Missethat bekennen, das ist, die Missethat eurer Väter, welche den Herrn der Herrlichkeit gekreuzigt haben, ebensowohl wie eure eigme Missethat; und dann wenn ihr den Herrn mit Buße suchen werdet, so wird er euch erhören. Sie waren still und versprachen über die verschiedenen Stellen der Schrift nachzudenken, auf die ich sie verwiesen hatte. Oktbr. 22. Heute früh erhielt ich von verschiedenen Zuden eine Einladung, mit ihnen nach einem in der Nähe von D amas?

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