Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 2 (2.1850)
- Date
- 1850-02-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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28 Israel, das noch entftemdet von dem Gotte des Heils umherirrt, verleihen wöge, und indem wir uns selbst den Gebeten aller wahren Jünger Christi empfehlen, daß wir viele« Juden und Nichtjuden ein Geruch des Lebens zum Leben werden mögen, verbleibe ich re. Diesem Briefe des Herrn Bischofs Gobat fügen wir noch einige Zeilen von dem Missionar Lauria beiin welchem er «uS erzählt, daß der Bischof unmittelbar nachdem er seinen Brief geschrieben, gefährlich erkrankt, aber durch Gottes Hülfe auch wieder genesm ist. Herr Lauria schreibt unterm 19. November vorigen Jahres: Es thut mir leid, berichten zu müssen, daß unser ausge- -zeichnete Bischof vom 5. bis zum 14. November gefährlich krank gewesen ist. Wir vernahmen die Erklärung des Arztes, daß er aüßer Gefahr sei, mit Dank gegen den Herrn, und obschon er noch -nicht gänzlich wieder hergestellt ist, so war ich doch froh, als ich gestern hörte, daß er einige Stunden das Bett habe verlassen können. Am 4. predigte der Bischof bei der Feierndes heiligen Abendmahls über den Text: „Schicke dich, Israel, und begegne Deinem Gott." (Amos4, 12.) Es war eine bewunderungswürdige und mächtige Predigt, und machte auf dieVersammlung einen tiefen Eindruck. Ich sah, wie mehrere der Zuhörer, die sonst kaum auf die Predigt hören, die ganze Zeit, welche der Bischof predigte, fast erbebten. Aber es scheint, als ob der Bischof sich zu sehr angestrengt habe und in Folge dessen am nächsten Tage erkrankt sei. Am Dienstage fühlte er sich wohler und beabsichtigte am folgenden Tage nach Jerusalem zurück zu kehren; allein er bekam an demselben Tage einen Rückfall. Zn einem späteren Briefe vom 5. December giebt Herr Lauria die Nachricht von der völligen Genesung des Bischofs. Er schreibt: Ich fteue mich, Ihnen die Nachricht geben zu können, daß der Bischof von seiner Krankheit völlig genesen ist. Am 26. vorigen Monats trat er seine Rückreise nach Jerusalem an und