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Dibre Emeth · 1850-02-01 · 2 (2.1850) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
2 (2.1850)
Date
1850-02-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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21 len, damit wir in seinem Dienste treu bleiben, und sein Wohlgefallen durch uns aüsgerichtet werde. Obschon wir von dem Schwerte, das in verschiedenen Ländern Europas gewüthet, verschont Und vor der Pestilenz, womit Gott England so hart heimgesucht hat, behütet worden sind, so ist doch auch für uns das letzte Zahr ein Zahr des Borwurfs und vieler Angst und Täüschung, aber auch, wie ich hoffe, der Demüthigung gewesen. Außer dem allgemeinen Mangel an geistlichem Leben und christlichen Tugenden bei verschiedenen Proselyten, haben zwei von ihnen, zu stolz, die an sie gerichteten treuen Ermahnungen anzünehmen, seit einigen Monaten das Gotteshaus vermieden und den christlichen Rath von sich gewiesen, und bei einigen von dev Taufkandidaten (enquirers) war das Betragen so, daß wir genöthigt wurden, den Unterricht, den wir ihnen ertheilten, abzubrechen, und uns von ihnen zurückzuziehen. Dies Alles, wie die vielfachen/ aber wie ich glaube, mehr aus Schwachheit als aus Bosheit hervorgegangenen Fehler derjenigen, die ich für aufrichtig und durch den Glauben an Christum für wahrhaft bekehrt halte, hat mein Herz oft mit Sorgen und meine Augen mit Thränen gefüllt. Aber mein Gewissen, das mich zu dieser traurigen Darlegung des Sachverhältniffes antreibt, zwingt mich auch öffentlich zu bekennen, daß ich an einem großen Theile des Uebels, das ich beklage, aus eigenem Mangel an geistlichem Leben und folglich auch durch Trägheit der Fürbitte selbst Schuld bin. Und ich zweifle nicht, daß meine Brüder, die Missionare, mit mir das Brdürfniß der Gnade Gottes und der gläubigen Fürbitte aller unsrer Brüder fühlen, deren Herz sich mit dem wichtigen Werke, das uns anverttaut ist, beschäftiget. Zudem ich diesen Stand der Dinge offen darlege, bin ich mir vollkommen bewußt, daß die Feinde Israels, Christi und seiner Kinder, dies als eine Ursache des Triumphs von ihrer Seite betrachten werden, aber ich kann nicht anders. Mögen sie frohlocken während wir unser, Elend in der Gegenwart dessen bekennen, der den Hochfärtigeu widerstehetaber den Demüthigrn Gnade glebt.

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