Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 12 (12.1849)
- Date
- 1849-12-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2554541-2554598-2554611--01145-2556968- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
208 lohnung dafür, wurde sie nach ihrem Tode von Engeln auf den Berg Ebal getragen und daselbst begraben. Ihr Grab wird noch gezeigt. Bon dem Wege nach dem alten Samaria und von dem Orte selbst schreibt er: Gegen 10 Uhr bekamen wir das alte Samaria, jetzt Sabusta genannt, zu Gesichte. Einen so herrlichen Weg hatten wir bisher noch nicht gehabt; er führte uns durch gut bebaute Thäler, über immer grüne Berge und vor Dörfern vorbei zur Rechten und Linken, umgeben von Olivenhainen und Obstgärten, die von Brunnen und Quellen bewässert werden, so daß wir uns einbildeten in der Schweiz und nicht in Palästina zu sein. „Zm 31. Zahre Assa's, des Königs Zuda's, ward Amri König über Israel 12 Jahre, und regierte zu Thirza 6 Jahre. Er kaufte den Berg Samaria von Semer um zwei Centner Silber, und bauete auf den Berg, und hieß die Stadt, die er bauete, nach dem Namen Semers, des Berges Herrn, Samaria." 1. Kön. 16, 23. 24. An diesem Berge nun waren wir angelangt. Wenn Zion seiner Lage wegen schön ist, so* ist dex Berg Samaria es nicht weniger. Er erhebt sich sanft aus dem Thale, in welchem er liegt, und die benachbarten Berge scheinen sich gleichsam zu verstecken, damit er in seiner ganzen Anmuth, Schönheit und Majestät gesehen werden kann. Er ist auf allen Seiten bis auf den Wpfel bebaut, und wo einst Paläste und Häuser standen, wächst jetzt Getreide und die Bäume stehen festgewurzelt. Aber nicht allein daß der Perg selbst außerordentlich fruchtbar ist, sondern er steht auch gleich einer Königin in der Mitte von Feldern und Wiesen, dir sich in allen Richtungen mehrere Meilen weit (nämlich englische) erstrecken. — Der nächste Gegenstand von Interesse und großer Alterthümlichkeit ist der merkwürdige Säulengang auf dem Berge. Es liegen auf demselben eins große Anzahl Säulen umher, einige stehen hoch empor, andere liegen im Felde halb vergraben, und wiederum andere lagen vor uns hingestreckt. Auf dem nördlichen Abhange zählten wir deren 22, von denen einige Kapitäle auf eben erst gepflügtem Felde lagen. Kein' AlWhumsforscher hat bisher gewußt, was er aus diesen Säulen machen soll, indem man weder ihren Ursprung noch den Zweck, wozu sie hingebracht worden sind, hat ausfindig wachen können. Zu was für einer Art von Gebäuden sie nun aber auch in vergangener Zeit gedient haben mögen, sie stehen da-als Denkmäler vergangener Größe und Herrlichkeit. Dies Blatt «scheint monatlich in einem Bogen und kosiet der Jahrgang : 10 Sgr. Bestellungen nehmen, außer dem Herausgeber selbst, alle Buchhandlungen an. - Geben« «nb in Commisyvn bei Tro»irich und Sohn in Franklnrt a. b. ©.