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Dibre Emeth · 1849-10-01 · 10 (10.1849) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
10 (10.1849)
Date
1849-10-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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163 so lange er nicht wieder umkehrt. Wenn wir Christen nun aber den Herrn Zesum wirklich für den Messias halten, für de» alleinigen Erlöser und Seligmacher, so mögen die Juden doch auch eben so gerecht gegen uns sein, wie wir gegen sie sind, und uns nicht der Heuchelei anklagen, wenn wir unserm Glauben Geltung zu verschaffen suchen auch bei ihren Glaubensgenossen. Denn ist Jesus der, für welchen er sich ausgegeben hat, dann wird Jedermann zugeben müssen, daß auch nur der selig werden kann, der an ihn glaubt. Zst Zesus aber nicht der verheißene Messias und Gottessohn, dann wird der Zude uns Christen nur für Götzendiener halten müssen, dann wird er sagen müssen, wir beten einen Menschen anstatt Gott an, und ist er aufrichtig, dann wird er auch hinzufügen müssen, daß wir nicht selig werden können. Denn das Alte Testament sagt es ja an vielen Stellen, daß die Götzendiener nicht selig werden können, und David spricht, daß nur bei Gott die Quelle des Lebens ist. Ps. 36, 10. Dann aber beschuldigen wir auch die Juden gegen uns Christen der größten Grausamkeit, daß sie noch nichts gethan haben, uns aus diesem furchtbaren Zrrthume zu befreien, daß sie nicht ebenso Missionare zu uns Christen senden, um uns die Wahrheit zu predigen, wie die Christen Missionare zu den Zuden schicken. Gerade darum nun, weil die Sachen so stehen, und weil es viele Zuden giebt, welche mit dem Zudenthume zerfallen sind und zweifelhaft geworden, ob es wirklich noch die göttliche Wahrheit enthalte, ob Zesus der verheißene Messias sei oder nicht, haben wir uns gedrungen gefühlt, die Anmerkungen hinzuzufügen. Wir wollen sie damit zu einer ernstlichen Prüfung der Lehre des Zudenthums und Christenthuws, des Neuen und Alten Testaments, auffordern und ihnen darin einige Winke dazu geben. Wir bitten sie aber auch recht dringend, wie überhaupt jeden Zsraeliten, dem diese Blätter zu Gesichte kommen, die Sache nicht leicht zu nehmen, denn es handelt sich um das höchste Gut für dieses und das ewige Leben, es handelt sich um die ewige Wahrheit, um die Wahrheit, die uns allein unter allen Umständen und Verhältnissen des Lebens wahrhaft glücklich und selig machen kann. 13*

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