Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 8 (8.1849)
- Date
- 1849-08-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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137 Beilage zu Nr. 8. der Wibre Emeth Vorderchür oder gar nicht herein kommen; ich würde mir den Zutritt ins Parlament nicht für den Preis der gewissenhaften Bedenken meines Nachbars erkaufen. Doch das ist noch nicht Alles. Der Eid, der abgeschwächt werden soll, um die Juden herein zu lassen, wird nicht weniger geschwächt werden, um die Papisten herein zu lassen. Man hat die Absicht, einen Unterschied in dem Abschwörungseide zwischen dem geistlichen und bürgerlichen Rechte zu machen. Ich kann Zhnen sagen, daß wenn man das Wort „geistlich" einräumt, man die ganze Sache aufgiebt. Laßt nur erst den Papst mit seiner geistlichen Linken hineingelangen, und er wird bald seine weltliche Rechte hinein bringen. Der, welcher nur die geistliche Macht handhaben soll, ist derselbe, der die Ausdehnung dieser Macht zu bestimmen hat, und er wird den Bann und das Excommuniciren Englands, so wie die Erklärung, daß Lord Clarendon's Edicte in Irland verschwendetes Papier sei, unter die Kategorie der geistlichen Macht bringen, und unsre Staatsmänner werden nicht im Stande sein, dem zu widersprechen. Ich schwor bei meiner Ordination, und das thaten auch meine ehrwürdigen Brüder, daß kein fremder Fürst, Prälat oder Potentat, irgend eine Gewalt, sei sie bürgerlich, kirchlich oder geistlich, innerhalb dieses Reiches hat oder haben darf. Und was hat sich seitdem in Europa ereignet? — Was hat sich seitdem auf Seiten des Papstes ereignet, das uns verleiten könnte, den Eid zu lockern und den Ton unsrer herrlichen Constitution herab zu stimmen? Ist es der Sturm und die Revolution, welche die Länder heimsucht, worüber das Papstthum segnend seine milden Fittige ausbreitet? Ist es die veränderte Stimme Pius IX., daß er in Widerwärtigkeit Weisheit und Demuth gelernt hat? Ich traue nicht. Achtet auf seine eigenen Rundschreiben und anmaßenden Verordnungen? er übertrifft selbst Gregor« in Anmaßung seiner Ansprüche, und Znnocent in der Tiefe seiner abergläubigen Faseleien. Zn seinem letzten Rundschreiben hat er entschieden, daß die Jungfrau 10