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Dibre Emeth · 1849-08-01 · 8 (8.1849) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
8 (8.1849)
Date
1849-08-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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130 Ich fühle mich verpflichtet, my Lord, Hob er an, mich bei allen meinen Brüdern, aus den Predigern sowohl wie aus den Laien, zu meiner Rechten und Linken zu entschuldigen, daß ich es wage, bald zu Anfänge dieser Versammlung ihre Aufmerksamkeit in Anspruch zu nehmen. Zch würde viel lieber meinen älteren Brüdern den Platz einräumcn; allein da ich genöthigt bin, bald eine längere und ermüdende Reise anzutreten, so hoffe ich wegen meines frühen Auftretens entschuldigt zu werden. Die Versammlungen, welche im Laufe dieser herrlichen Woche hier gehalten worden sind, waren höchst interessant. Aus allen Theilen der Welt sind uns Nachrichten mitgetheilt worden, die gleich der Witterung, wie wir sie neulich gehabt haben, mit Sonnenschein und Schatten gemischt waren. Einige waren geeignet, uns muthlos zu machen, einige, uns in Schrecken zu setzen, einige, uns aus dem Schlafe zu wecken und einige, uns wieder zu beleben. Aber, my Lord, gerade die Umstände, die geeignet sind, das ungläubige Gemüch mit Schrecken zu erfüllen, sind auch geeignet, des Gläubigen Gemüth zu erwecken und zu beleben. Denn gerade die furchtbaren und schrecklichen Erschütterungen, die Vielen nur die Vorboten einer allgemeinen Anarchie und Zerstörung zu sein scheinen, werden von den Knechten Gottes, welche dieselben mit dem Glaubensauge betrachten, als Vorboten der Ankunft des große» Befreiers, des Friedefürsten, der Sonne der Gerechtigkeit, des Königs Israels angesehen. Zeder, der die Ereignisse in den letzten zwei oder drei Jahren aufmerksam beobachtet hat, — und wer wäre, nicht zu einer solchen Beobachtung genöthigt worden? — Zeder, der diese Ereignisse mit Bezug auf die Weissagungen beobachtet hat, muß sich in seinem Gemüthe mächtig nach Jerusalem und zu den verstoßenen Juden hingezogen gefühlt haben. Denn indem er Ereignisse erlebte, die sich deutlich als die Herolde der furchtbaren Umwälzungen und Erschütterungen der letzten Zeit zu erkenne» gaben, und indem er aus den Propheten weiß, daß solche Umwälzungen mit der Wiederherstellung Israels verbunden sein sollen, und darin enden werden, so kann es nicht anders sein, ich wiederhole es, als daß er sich in seinem Gemüthe zu den ver-

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