Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 7 (7.1849)
- Date
- 1849-07-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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107 aussenden kann; und die Zudenmissionsgesellschast in Berlin hat sogar ihre beiden Missionare entlassen müssen. Wie schmerzlich und niederschlagend solche Erfahrungen für die Kinder Gottes und Freunde der Verbreitung seines Reiches nun auch immer sein mögen, so können sie dieselben doch nicht völlig zu Boden drücken und gänzlich entmuthigen, sondern dienen nur zu ihrer Läuterung und zur Stärkung ihres Glaubens. Denn die Noch lehrt sie ihre ganze Schwäche und Nichtigkeit erkennen, wie sie mit all ihrem Denken, Thun und Wirken sogar nichts vermögen, sondern alles von dem Segen des Herrn abhängt, und veranlaßt sie so gänzlich von sich und ihrer Kraft abzusehen und ihre Zuflucht im Gebete um Hülfe allein zu dem zu nehmen, der allein helfen kann und helfen will, zu dem allmächtigen, gnädigen und barmherzigen Heilande. Dadurch wird der wankende Glaube wieder gestärkt und fest, und die müde und schmachtende Seele von neuem erfreut und erquickt; klar und unerschütterlich fest, wie die leuchtende Sonne, steht die Wahrheit vor ihnen, daß wenn auch alle Heiden gegen das Reich Gottes tobten, alle Könige der Erde sich dawider auflehnten und alle Gewaltigen im Lande wider den Herrn und feinen Gesalbten, rathschlagten, sie doch nichts dagegen ausrichten, sondern mit ewiger Schmach und Schande werden bedeckt werden. Denn der im Himmel sitzet lachet ihrer, der Herr spottet ihrer und ihres Tobens, und wird sie einst mit einem eisernen Scepter weiden, wie Töpfe sie damit zerschmeißen. Mit solcher Ueberzeugung und Gewißheit geht dann der gläubige Christ tapfern Muthes in den Kampf gegen das Reich der Finsterntß, das sich von Znnen und Außen gegen ihn erhebt, und in je größere Gefahr die Mission zu kommen scheint, mit desto größerem Eifer und anhaltenderer Thätigkeit tritt er dieser Gefahr entgegen; er weiß, der Sieg ist ihm gewiß, und die Gefahr wird überwunden und beseitigt werden, und er würde sich in dieser Gewißheit selbst dann nicht irre machen lassen/ wenn es ihm auch an allen Zeichen seines Sieges fehlen sollte. Er klammert sich mit seinem Glauben an die Verheißungen des Herrn, daß auch die Pforten der Hölle seine Gemeinde nicht überwältigen sollen, 8*