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Dibre Emeth · 1849-07-01 · 7 (7.1849) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
7 (7.1849)
Date
1849-07-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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106 erhalten wird, ja aufs tiefste erschüttert werden kann. Und solche Gedanken und Besorgnisse mußten das gläubige Gemüth beim Ausbruche der gegenwärtigen Revolution um so mehr erfüllen und sich um so fester darin setzen, als es sich von vornherein zeigte, daß es dabei nicht bloß auf den Umsturz bürgerlicher und staatlicher Gesetze und Ordnungen, sondern besonders auf den Umsturz der Religion und alles Göttlichen abgesehen war. Was aber das christliche Gemüth am tiefsten erschütterte, war die traurige Thatsache, daß selbst der größere Theil der rechtlich und besser Gesinnten, ja sogar Mancher von denen, die für gläubig gehalten werden wollen und sich darum auch an der Missionsthätigkeit betheiligten, das Satanische und Verderbliche der Revolution, und das höllische Hohngelächter ihres Urhebers über das Gelingen derselben, nicht nur nicht erkannte, sondern sogar etwas Gutes darin sah, und Heil für die leidende Menschheit daraus erwartete; daher man auch gern und aus allen Kräften in den Zubelruf über die glorreichen Errungenschaften mit einstimmte. Eine natürliche Folge davon war, daß Viele der Mission nicht mehr die Aufmerksamkeit schenkten wie bisher, Andere ihre Hand gänzlich von ihr abzogen und wohl gar feindlich gegen sie gesinnt wurden, und daß demnach auch eintreten mußte, wenigstens zum Theil, was man gleich Anfangs befürchtete, nämlich Nachtheil für die Mission. Und dieser Nachtheil ist auch für alle Missionsgesellschaften, wenigstens auf dem Festlande, von solcher Bedeutung gewesen, daß sie ihre Wirksamkeit mehr oder weniger haben beschränken müssen.- So z. B. hat die Pariser Gesellschaft ihre Anstalt zur Ausbildung von Missionaren aufgeben und, wenn wir uns recht erinnern, selbst die ausgesandten Missionare in ihrem Wirkungskreise beschränken müssen. Nicht viel besser ergeht es der, Gesellschaft zur Evangelisation Frankreichs, die bisher so herrlich blühte und mit so großem Segen arbeitete. Die Berliner Heidenmissionsgrsellschaft hat in ihrer Einnahme einen Ausfall von nahe an 7000 Rthlr. gehabt, so daß sie von den fünf Zöglingen, die ihre Studien beendet haben und mit der größten Sehnsucht auf ihre Abordnung und auf Thätigkeit unter den armen Heiden warten, kaum einen

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