Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 6 (6.1849)
- Date
- 1849-06-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2554541-2554598-2554605--01026-2556843- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
96 der Herr, ich will über euch herrschen mit starker Hand, und ausgestrecktem Arm und mit ausgeschüttetem Grimm. Und will euch aus den Böllern führen und aus den Ländern, dahin ihr verstreuet seid, sammeln mit starker Hand, und mit ausgestrecktem Arm und ausgeschüttetem Grimm; und will euch bringen in die Wüste der Völker, und daselbst mit euch rechten von Angesicht zu Angesicht. Wie ich mit eucrn Vätern in der Wüste bei Egypten gerechtet habe, eben so will ich auch mit euch rechten, spricht der Herr." Das Alles beweist deutlich genug, daß unmittelbar vor der Erscheinung der zweiten Zukunft des Herrn das Volk Zsrael noch die schwersten Strafgerichte Gottes treffen werden. Denn von der Zeit nur können wir die angeführten Stellen verstehen, wenn wir auch nicht leugnen wollen, daß sie auch im gewissen Sinne von seiner ersten Ankunft handeln und insofern schon ihre Erfüllung erreicht haben. Unter den Strafgerichten aber, die noch bevorstehen, wird ein großer Theil von dem Bolle Zsrael, alle Abtrünnigen und die wider den Herrn überttetcn haben, umkommen, sie werden aus ihren gegenwärtigen Wohnorten weggeführt werden, aber doch nicht in das Land Zsrael kommen, (v. 38.) wie die Abtrünnigen zur Zeit Moses wohl aus Egypten zogen, aber nicht nach dem verheißenen Lande kamen, sondern in der Wüste starben. Die Treuen aber, und Gläubigen, die, welche sich wahrhaft zum Herrn bekehren von ganzem Herzen, von ganzer Seele, wird der Herr wieder sammeln und in das Land bringen, das ihre Väter besessen haben und wird ihnen wohl thun. (v. 4L—44. b.Mos. 30,1.-10.) Aber auch selbst dann, wenn wir der antichristischen Zeit und der Erscheinung des Herrn noch nicht so nahe wären, wie wir glauben, gehen die Zuden vorzüglich einer traurigen Zeit entgegen, als Folge der Revolution. So viel man auch jetzt von Gleichheit und Freiheit redet und von Emanzipation, und wie sehr auch die Zuden auf ihre Gleichstellung mit den Christen dringen und sich deswegen an den gegenwärtigen Bewegungen nach ihrem eigenen Zeugnisse stark betheiligen, so wird doch für Zsrael kein Heil daraus hervorgehen, sondern nur Unheil und