Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 6 (6.1849)
- Date
- 1849-06-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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90 seinem Herzen vom Herrn weicht.. . Der wird sein wie die Heide in der Wüste, und wird nicht sehen den zukünftigen Trost; sondern wird bleiben in der Dürre, in der Wüste, in einem unfruchtbaren Lande, da Niemand wohnet, gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verläßt, und der Herr seine Zuversicht ist. Der ist wie ein Baum am Wasser gepflanzt- und am Bach gewurzelt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün und sorget nicht, wenn ein dürres Zahr kommt, sondern bringet ohne Aufhören Früchte." Oder man erinnre sich dessen, waS Paulus sagt, daß Gott einem Jeglichen geben wird nach seinen Werken; nämlich Preis, Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben; aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber dem Ungerechten, Ungnade und Zorn, Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses thun. Man lese nur diese und lausend andere Stellen, und man wird zugeben müssen, daß die heilige Schrift ebenso von Drohungen für die Gottlosen, n>ie von Berhrißungen für die Frommen und Gottesfürchtigen voll ist. Wollte man hier rinwenden: Nun das sind Worte, aber noch keine Thaten und folglich auch noch keine Beweise für die Wahrheit des Gesagten, so können wir zunächst nur auf die Geschichte des Volkes Israel verweisen. An diesem Volke sind die Worte, sowohl die vom Segen als auch die vom Fluche, zur That geworden, und zwar in dem Maße, daß auch kein Titelchen übrig gcblieben ist, daß nicht zur That geworden wäre. Denn so lange das Volk Israel nach dem Gesetze seines Gottes wandelte, erlangte es auch den verheißenen Segen, es war wirklich das herrlichste und höchste Volk auf Erden und gesegnet auf allen seinen Schritten, und Tritten, in seinem ganzen Thun. Sobald es aber den Herrn, seinen Gott, verließ, und sein Gesetz übertrat, folgte ihm auch der angedrohte Fluch auf dem Fuße, und seitdem es das schwerste aller Verbrechen vollbracht hat, seitdem eS den Herrn der Herrlichkeit, seinen König Messias, seinen Erlöser und Heiland verworfen und zum Tode verurtheilt hat, hat eS zu jeder