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Dibre Emeth · 1849-04-01 · 4 (4.1849) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
4 (4.1849)
Date
1849-04-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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63 Wr «MMachbar Mao« Hubert hatte Mseiarw ReKeogeMßtze der Irichenkunst obgelegeo, m seinen Mußestimden zeichnete-er Landsthaftey: «nd mit solchen kleinen Jeichnungen, zu deom er stets eine Erklärung gab, machte er dem Knaben aus Mas Bta«m öfter eine Freude. Als Zoseph 10 Zcchr alt war, brachte er oft ganze Winterabende an der Seite des greisen Zunge^ des Herrn zu, der ihn nun auch zu belehren qnfing über Mische MliBonsgebräuche «« christlichen Standpunkte ans. Wie er verfuhr, können wir auS Folgendem ersehen. Da Joseph am Sabbath sich besonders vorsichtig benahm, daß er nichts zertrat-her zerbrach, oder erschrak wenn ihm etwas der Art begegnete, so verlangte der alte Nachbar, daß er ihm aus dem Garten eine Blume pflücken oder Obst holen sollte. Wenn Zoseph nun darauf antwortete, daß er's nicht thun dürfte, erwiderte der alte Nachbar fremwlichfl: das ist Meoschenfatzung, glaube ihr nicht; wo steht das geschrieben? Aus Liebe und Ehrfurcht that nun der 10jährige Zoseph, was der Alte verlangte, allein unter mancher Ar^st' besonders fürchtete er sich vor den Eltern, wenn diese erfahren sollten, daß er das Sabbathgebot wissentlich übertrete. Er dachte weniger an Gott, der es doch sah. An einem Weinachtsfeiertage befand sich Zoseph wieder bei« Nachbar. Dieser hatte die Geschichte dieser Festtage um den herrlichen Chrtstbaum in lauter kleinen Wachsfiguren dargestellt. Der jüdische Knabe wurde sehr angezogen von der Schönheit der Dinge und verlangte eine Erklärung. Darauf wartete der greise Hubert nur. Hier sagte K, das ist Zosephder führt deinen R<m»en und dies Ger ist Maria, das sind die Pfiegeeltera des kleinen Kindes, welches in der Krippe liegt und dessen Geburt wir eben feiern, das ist der Messias, auf den die Zuden hoffen, daß er kommen soll, er ist aber schon gekommen, schon lange ist er gekommen, und von ihm kann ich dir viel erzählen. Der jüdische Knabe empfand ein wit Freude und Wehmuth gemischtes Gefühl und das drückte sich in seinem Gesichte aus, er stand lange stumm vor der Krippe, bis er' die Frage an dm alten Hubert richtete, aber warum ist denn der Messias in einem Stalle? DB gab Beranlaffung z«

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