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Dibre Emeth · 1849-01-01 · 1 (1.1849) · page 11

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
1 (1.1849)
Date
1849-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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11 Wk Philippso» folgende Anmerkung: „Das Chriftenthuw hat die Religion der Gesellschaft, der ganzen Menschenwelt gegen»« über, ganz fallen lassen, und nur die Religion des Individuums, die subjektive Religion festgehalten". Wir haben bereit« die Unwahrheit dieser unverschämten und erlogenen Behauptungen, di» ln dem Miste des Herrn Rabbiners scheint stereotyp geworden zu sein, UAd die er bei jeder ihm passend scheinenden Gelegenheit wiederholt, widerlegt. Derselbe aber fährt in seiner Anmerkung als» fort; „Statt jener hatte sie Nichts weiter als den Satz: Alle Obrigkeit ist von Gott,«und dieser daher unbedingt zu gehorsamen — ein Satz, der einem Tiberius, Nero, Kalligula rc. gegenüber ausgesprochen, aller Wahrheit und Sittlichkeit in's Gesicht schlägt Läßt sich ein Gelehrter, der dem Christenthum nicht angehört, auf Beurcheilung desselben ein, so erwarten wir mit Recht, daß er die Quellen acht eitire und so wahr, als es ihm moralisch möglich ist, eine ihm fremde Religion beurtheile. Dies hat aber Herr Ph. nicht gethan; denn er sagt: das Christenthum verlange unbedingten Gehorsam» Es ist ihm aber wohl bewußt, daß die Apostel in Sachen des Glaubens und Gewissens dm Satz aufgestellt haben: „Man muß Gott mehr gehorchen, denn den Menschen". Auch ist es Herrn Ph. nicht unbekannt: wie die wahren Christen aller Jahrhunderte dieser großen Wahrheit gemäß gehandelt und unendliche Qualen, Bedrückungen, Berfolgungen und den schmählichsten und martervollsten Tod erlitten habe». Doch wir verweilm hierbei nicht länger, gehen vielmehr zur Beleuchtung der schreckliche» Anklage des Herrn Rabbiner« über, daß „das Christenihum aller Sittlichkeit in's Gesicht schlägt" indem e« allerdings lehrt: „Jedermann sei unterthan der obrigkeitlichen Gewalt. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott, wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott geordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzt, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden sich selbst ein llrtheil zuztehen". Römer 13.

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