Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 12 (12.1848)
- Date
- 1848-12-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554584-2554597--00907-2556718- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Glück und Heil entgegen rufe, wodurch sie zu Bäumen der Gerechtigkeit und zu Pflanzen des Herrn zu seiner Verherrlichung werden sollen. Das nun ist ja doch wohl eine Predigt, wie sie aus keines andern Propheten Munde vernommen wurde, eine Predigt, die den ganzen Rathschluß Gottes darüber enthaltm muß, wie der Mensch vor Gott gerecht und selig werden kann. Dasselbe enthalten auch die andern beiden Stellen. Zn der zweiten (Kap. 42, 1.) heißt es ausdrücklich: „Er wird das Recht zu den Heiden oder Völkern bringen," und Vers 3. 4. wird hinzugefügt: „Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und das glimmende Tocht wird er nicht auslöschen; zur Wahrheit wird er das Recht oder Gericht WSL?O) führen. Er wird nicht Nachlassen noch zerbrochen werden, bis daß er auf Erden' das Recht MSVS) stelle, und die Inseln auf sein Gesetz (min) warten. Also wiederum ist es Heil und Segen, was er bringen soll, aber freilich nur, wie dies in diesen Worten aufs Bestimmteste ausgesprochm wird, den Bußfertigen, den Unbußfertigen dagegen bringt er Verderben. Denn soll er das Recht unter-die Völker bringen und unter ihnen handhaben und zur Wahrheit Machen, so muß er über die Widerspenstigen und Ungehorsamen ebenso das Strafurtheil aussprechen und an ihnen vollziehen, wie er an den Gehorsamen Gnade übt und ihnen in ihrem Elende Heil und Gerechtigkeit verkündigt und gewährt. Dies beweißt noch besonders deutlich das, was unmittelbar auf dieerste Stelle (Zes.11, 2.) folgt. Dmn dort heißt es: „Undsein Riechen wird sein in der Furcht des Herrn. Er wird nicht richten: nach'dkm seine Augen sehen, noch strafen nach dem: seine-Ohren hören; sondern er wird mit Gerechtigkeit richten die Armen, und mit Gericht strafen die Elenden im Lande; und: wird- «je dem -Stabe seines Mundes die Erde schlagen, und mit-dem-Odem seiner Lippen den Gottlosen tödten. Gerechtigkeit wird der- Gurt seiner Lenden sein- und der'Glaube oder Treue der Gurt seiner Nieren " Also Gerechtigkeit ist es, was er nach seinem innersten Wesen und Sein an Jedermann, an Guten und Bösen,: an Gehorsamen und Ungehorsamenan Gläubigen und Ungläubigen'üben wird. 14*