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Dibre Emeth · 1848-11-01 · 11 (11.1848) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
11 (11.1848)
Date
1848-11-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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der Kirche und Synagoge anvehmen und wenn sie auch von Zedermann dafür ausgegeben würde, sondern daß wir sie auf die Duelle unsers Glaubens zurückführen und dann erst als Wahrheit annehmen, wenn wir sie da begründet sinden. Nach dieser kurzen Abschweifung wollen wir nun wieder zu unserm Gegenstände zurückkehren und näher untersuchen, ob denn Zudenihum und Christenthum in der Lehre von dem prophetischen Amte des Messias wirklich so vollkommen übereinstimmen, wie es beim ersten Anblicke scheint. Daß die christliche Kirche auf Grund des Neuen Testamentes in dem Herrn Zesu von jeher einen Propheten erkannt und verehrt hat, bedarf keiner langen Beweisführung. Denn wir dürfen nur das Neue Testament zur Hand nehmen, so werden wir uns gar bald überzeugen könnendaß Zesus nicht bloß alle Eigenschaften eines Propheten hat, sondern oft auch geradezu Prophet genannt wird und auch von seinen Zeitgenossen als solcher allgemein angesehen wurde. Dies zeigen uns folgende Stellen. Als der Herr seine Zünger fragte, für wen er von dev-Leuten gehalten würde, erhielt er von ihnen die Antwort: „Sie sagen, du seist Zohanues, der Täufer; Etliche sagen, du seist Elias; Etliche, du seist der Propheten einer." Marc. 8, 28. Bergl. Luc. 9, 7.8. u. 19. Und als er mit nur fünf Broden und zwei Fischen an 5000 Man« gespeiset und gesättigt hatte und dabei noch zwölf Körbe voll Brocken übrig blieben, rief alles Volk: „Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll." Zoh. 6, 14. Und abermals, als er seinen königlichen Einzug in Zerusalem hielt und die ganze Stadt erregt war und fragte: „Wer ist der?" antwortete das Bolk: „Das ist der Zesus, der Prophet von Nazareth aus Galiläa." Matth. 21, 11. Und zum Schluffe dieses Kapitels wird uns erzählt, daß die Hohenpriester und Pharisäer zwar Zesum zu tödten suchten, weil er ihnen ihre Heuchelei und Bosheit aufdeckte und die Strafe dafür ankündigte, es aber doch nicht wagten, ihre Hände an ihn zu legen aus Furcht vor dem Volke, weil es ihn für einen Propheten hielt. Daß nun auch seine Zünger ln ihm einen Propheten rrkanm

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