Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 11 (11.1848)
- Date
- 1848-11-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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. - j74 . v-- i/; - daß alle die Zuden, welche überhaupt noch an die Erscheinung eines persönlichen Messias glauben, in ihm auch einen Propheten , Md zwar einen außlkMdWtlicheh JeAiMten; und ebenso wahr ist es auch, daß alle wahren Christen den Herrn Zesum als einen Propheten anerkennen und verehren; allein daraus können und dürfm wir noch nicht mit Sicherheit schUeßen, daß nach der Lehre des Zudenchums und Christenthums der Messias auch wirklich ein Prophet sei und sein solle. Denn nicht schon darum dürfen wir eine Lehre als. Lehre unserer Glaubens- und Religionsgemeinschaft annehmen, weil sie zu dieser oder jener Zeit, vielleicht auch Jahrhunderte hindurch, allgemein bekannt gewesen und geglaubt worden ist, sondern nur dann , wenn wir finden, daß sie mit den Urkunden unseres Glaubens und unserer Religion im Einklänge steht und von jeher ein Theil des Glaubensbekenntnisses unserer Kirche gewesen ist. Die Geschichte belehrt uns ja hinreichend, daß sich von Zeit zu Zeit sowohl in den jüdischen, als auch in den christlichen Glauben Zrrthümer eingeschlichen haben und zu allgemeiner Geltung gelangt sind. Und giebt es denn nicht auch in unserer Zeit sowohl unter Juden als Christen solche allgemeinen und dazu noch die allergefährlichsten Zrrthümer? Ach leider nur zu viele! Ich will hier nur einige erwähnen. Wie wir wissen, lehrt sowohl das alte Testament, als auch das rabbinische Zudrnthum, daß. einst ein persönlicher Messias erscheinen werde; die neuern Zuden aber leugnen dies, und zwar mit einer Bestimmtheit, daß man meinen sollte, es würde weder im alten Testamente,,noch im Thalmud und andern Religionsschriften der Zuden der Persönlichkeit des Mesfias auch nur mit einer Syibe erwähnt. Ebenso wissen wir es, daß nach den klarsten und unzweideutigsten Aussprüchen der heiligen Schrift die Zuden nur wegen ihrer Sünden, wegen ihres Ungehorsams und Abfalls von Gott, aus ihrem.-Baterlande vertrieben und, unter den Mlkern der: Erde zerstrE; von tausendfacher Roth und Trübsal und unsägllcheu Leiden Md Martern heimgrsucht worden sind; die neuem Zuden dagegen sagen uns, und zwar mit einer Bestimmchrit/ als obgar kein