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Dibre Emeth · 1848-08-01 · 8 (8.1848) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
8 (8.1848)
Date
1848-08-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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A. T. die "Aufgabe des Messias ist, und wenn demselben Messias, der als der segenbringende Saame Abrahams die Heiden zu Gott bekehrt, auch die Juden sollen unterthan sein als ihrem Erlöser von der Sünde, ja wenn der Messias es ist, der mit denjenigen, die ihm anhängen, eigentlich erst das wahre, das geistliche Israel ausmacht (denn in Zes. 49, 3. spricht der Herr zu dem Messias: Du bist mein Knecht; du bist der Zsrael, durch welchen ich will gepreiset werden); so ist ja offenbar, daß auch dem leiblichen Zsrael, dem jüdischen Volke kein anderes Heil blühen kann, als dadurch, daß es sich diesem Messias unterwirft und mit diesem geistigen Zsrael, von dem es so lange ist getrennt gewesen, sich wieder vereinigt. Aber, so entgegnen uns hier die Zuden, von dieser Unterwerfung unter Christum als den Vollender unserer väterlichen Religion wollen wir als die natürlichen Träger derselben ja nichts hören. Uns ist geboten (5 Mos. 32, 7.), daß wir sollen unsere Väter ftagen und sollen keinen Gottesdienst annehmen, von welchem diese nichts wußten (das. Kap. 13, 6.), unsere Väter aber haben gleicherweise wie wir die Unterwerfung unter Christum verschmäht. Und unter welchen Umständen haben sie dieselbe verschmäht? Hätten sie durch dieselbe an zeitlichem Gut, an bürgerlichen Rechten verloren? War es nicht vielmehr das Gegentheil? Wurden ihnen nicht für den Uebertritt zum Christenthume allerlei Vortheile in Aussicht gestellt und mußten sie nicht die Freiheit, bei ihrer alten Religion zu bleiben, mit schweren Geldkostcn und mit Entbehrung bürgerlicher Rechte und Ehren erkaufen? Za, sind nicht auch blutige Verfolgungen über unsere Väter ergangen, welche schwerer und von weit längerer Dauer waren, als sie irgend eine andere Partei oder Meinung jemals erfahren hat? Und doch haben unsere Väter unter allen diesen Verfolgungen ausgeharrt und sind bei ihrem Glauben geblieben. Von Land zu Land sind sie gezogen, sich eine Freistätte zu suchen, und sind lieber untergegangen, wenn sie keine fanden, als daß sie den leichten Schritt gethan hätten, sich zu dem Christenthume zu wenden.

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