Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 6 (6.1848)
- Date
- 1848-06-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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90 züglich um der Israeliten willen, denen diese Blätter in die Hände kommen, müssen wir dieses dreifache Amt etwas näher ins Auge fassen und aus dem Neuen Testamente Nachweisen. Wir beginnen mit dem königlichen. Wer nur in das Neue Testament hineinsieht, der wird zngeben müssen, daß es von Christo oder dem Messias als MM Könige redet, aber freilich nicht als von einem irdischen, weltlichen Könige, der etwa mit großer Macht und Herrlichkeit über dieses und jenes große und mächtige Volk, oder über viele mächtige Völker der Erde regiere und herrsche; sondern es redet von ihm als einem allmächtigen Könige, als dem Könige aller Könige und Herrn aller Herrn, der über die ganze Schöpfung, über Alles, was im Himmel und auf Erden und unter der Erde ist, regiert und herrscht. Es redet dann von ihm als dem, der dazu in die Welt gekommen ist, gegenüber dem Reiche der Finsterniß und des Satans ein Reich Gottes auf Erden zu gründen, ja das Reich des Satans völlig zu zerstören und alle diejenigen, welche an ihn glauben, in das Reich Gottes aufzunehmen, darin über sie als ihr König zu regieren, sie gegen alle innern und äußern Feinde zu schützen und sie endlich seiner Macht und Herrlichkeit theilhaftig zu machen. Das Neue Testament redet endlich von Zesu, dem Messias, als einem Könige, der in alle Ewigkeit über die Auserwählten und vollendeten Gerechten, ja über das Reich der Herrlichkeit regieren wird. Das Reich des Herrn Zesu, in welchem er als der den Vätern des Alten Bundes verheißene und in der Fülle der Zeit erschienene Messias regiert, ist demnach ein dreifaches, das Reich der Natur oder der Allmacht, das Reich der Gnade und das Reich der Herrlichkeit. Zn Bezug auf sein Reich der Natur oder Allmacht schreibt der Apostel Paulus an die Epheser: „Und er — nämlich Gott — hat ihn gesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Fürstenthümer, Gewalt, Macht, Herrschaft und Alles, was genannt mag werden, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen, und hm alle Dipge unter seine Füße gethan. (Eph. 1, 20—22.- Vgl. 1. Kor. 15, 27. Kol. 2, 10. Hebr. 2, 8.) Und den Philippem bezeugt er, daß Gott ihn erhöhet und einen Namen gegeben habe,