Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 5 (5.1848)
- Date
- 1848-05-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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M Vttherrlichung Gottes. Dann forderte er die Christen mrf zur Erfüllung ihrer heiligen Pflicht, den Inden da- Evangelium zu predigen. Er that dies auf eine sehr Wagende Weife, und wir bedauern aus Mangel an Raum nicht ausführlichere Mittheilungrn davon machm zu können. Was die Rede des Herrn Stowell bettifft, so wird es uns schwer, einen deutlichen Begnff davon zu geben. Sie umfaßt die gegenwärtigen politischen und religiösen Zustände, weist dm Borwurf gegen die Gesellschaft treffend zurück, daß man unnützer Weife die Wiederherstellung Israels als nahe bevorstehend bezeichnet und die Gemücher beunruhigt habe, und geht endlich näher auf die Stellung ein, die Israel nach dem Worte Gottes sowohl zu den Völkern der Erde, als zu dem gelobten Lande hat, die er wiederum sehr treffend bezeichnet. Auf den» Worte Gottes stehend muß er sich natürlich auch gegen die Emanzipation der Juden, die der Schrift und den Verheißungen Gottes zuwider ist, erklären. Die Rede muß einen liefen Eindruck auf die Versammlung gemacht haben, wie dieauch der Beifall darthut, mit der sie ausgenommen wurde. Herr Prediger Wright leitete den folgenden Antrag ein, daß die Gesellschaft den gegenwärtigen höchstwichtigen Zustand der Juden, der ein Zustand des Abfalls von dem tief eingewurzelten Aberglauben und ein Hinneigrn theils zum Rationalismus, theilS zum völligen Unglauben sei, nicht betrachten könne, ohne eS immer tiefer zu fühlen, daß es Pflicht der Kirche Christi sei, mit größerem Eifer dafür zu sorgen, daß mehr Missionare zu den Juden gesandt werden, um ihnen die Wahrheit zu verkündigen, die. in dem Herrn Jesu ist, und die sie allein wahrhaft frei machen kann. Herr Prediger Wright sprach zunächst seine Ueberzeugung dahin aus, daß die Juden nach Allemwas um uns herum vorgrht, schnell ihrer endlichen Bestimmung entgegen geführt werden- und forderte die Christen zur Erfüllung ihrer Pflicht auf, den Juden für die zahlreichen Segnungen, die wir durch sie erhalten haben, auch etwas Gutezu thun. Dann machte er einige Mittheilungen aus eigener Erfahrung, die er auf seinen Reisen gesammelt habe, z. B. daß er oft 2 bis 200 Juden in der Kirche versammelt gesehen habe zur Anhörung des Worte- Gottes, und daß die Juden, wenn sie erst den Thalmud verlassen haben, unmöglich wieder zu demselben zurückkehren können. Herr Rektor Birks, der diesen Antrag unterstützte, sprach sich ebenfalls, wie mehrere Redner vor ihm, über die gegenwärtige Stellung der Juden zü Staat und Kirche aus. Sehr wahr sagte er, daß die ungläubige Parthei, die jetzt vorgebe, das Wohl der Juden zu suche«, ihre vcrrätherischstei, Freunde wären. Der vierte Antrag lautete dahin, daß die Versammlung Gott für die Erhaltung der Missionare, besonders in Persien und in