Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 5 (5.1848)
- Date
- 1848-05-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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■ . ■-> j »m - '; |j| nig erwarten, der sie aus ihrer Zerstreuung eiDen, nach dem Lande ihrer Väter zurücksühren und ihnen alle Völker der Erde unterwerfen werde. ...Auch wir wissen cj8j Ansichten Und Erwartungen von dem Äksfläs^ünt'er mn^uden verbreitet sind und bis auf den heutigen Tag von den sogenannten orthoddM festgchalten werden, iM aber bMM»noch keines» weges die Unrichtigkeit und Unhaltbarkeit unserer Behauptung. Wir werden vielmehr auch hierin die Ueberrinstimmung zwischen Zudrnthum und Ehristenthum anerkennen müssen, sobald wir nur das grob Sinnliche aus dieser Ansicht entfernen und dagegen das Wesentliche festhalten. Doch darüber später mehr. Hixr sprechen wir nur noch die Uebrrzeugung aus, daß ein jeder Unparteiische, er sei Jude oder Christ, doch wohl wird zugebcn müssen, daß unsre Behauptung nicht so ganz thöricht sein kann, wie: viele, besonders von den neuern Zude» meinen werden, mid auch andere wohl gern glauben machen möchten, sobald man nur bedenkt, daß Zuden und Christen aus rin und derselben Quelle schöpfen, nämlich aus dem Alten Testamente. Es wäre doch wahrlich sonderbar und unbegreiflich, wie sie unerachtet diestr gemeinschaftlichen Erkrnntnißquelle in einer so wichtigen Lehre, wie die vom Messias, so weit hätten von einander gehen können, daß darin fast gar keine Uebereinstimmung zwischen ihnen stattfinden sollte, wie man so häufig, ja fast allgemein angenommen hat und noch annimmt. Wir würden dann annehmen müssen, dass entweder die Aussprüche der heiligen Schrift über den, Messias sn, dunkel, räthselhaft und zweideutig, ja so ganz unverständlich seien, daß ein jeder daraus machen könne, was er wolle, oder daß die menschliche Vernunft nicht einmal im Stande sei, auch nur den Wortsinn eines Ausspruches aufzufassen, oder endlich, daß entweder alle Juden oder alle Christen ohne Ausnahme die Wahrheit wohl erkannt, sie aber gegen ihr besseres Wissen, und.Gewissen verleugnet und daher mit der frechsten Stirn und dem teuflischsten Herzen die Lüge hingestellt hätten. Das aber wird wohl kein vernünftiger Mensch zugeben. Daher werden wir annehmen müssen, daß hier nur ein Mißverständniß obwalten könne; und