Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 4 (4.1848)
- Date
- 1848-04-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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, _ . 58 , - {r-, ches dem Sündenfall alsbald folgte, daß alle Offenbarungen, welche an Abraham und seinen Samen ergingen, der offen ausgesprochenen Absicht dienen, dermaleinst in dem Heile der-Zukunft alle Geschlechter der Erde zu segnen. Es bleibt lins nur die wenig erfreuliche Aufgabe, diese Trümmer zu sammeln. Herr Ph. redet von einer Offenbarung Gottes; ja er nimmt p. 34. einen Ansatz, in biblischem Sinne von ihr zu reden. Da werden diejenigen getadelt, welche sie verfälschen und verflachen," in ihr nur einen „Modus rerum narrandarum, die Art der Berichterstattung, sehen wollen, die auf den Inhalt und dessen Wahrheit keinen Bezug hat;" er erklärt sie für einen „integrirenden Theil im Mosaismus, für den Eckstein." „Der Mosaismus, sagt er, leitet sie meist ganz einfach durch ein „Gott sprach" ein; dann giebt er sie geschichtlich, indem er von ihr berichtet. Er giebt auch 4. Mos. 12. vollständigen Aufschluß über die verschiedenen Arten göttlicher Offenbarung, und stellt anderwärts die Bedingungen für eine solche auf, nämlich daß sie nichts enthalte, was dem gegebenen Begriffe von Gott widerspräche, z. B. die Erscheinung Gottes in irgend einer Gestalt, die Lehre von mehreren Göttern." Hierbei ist nur zu bemerken, daß Herr Ph. sich einer Täuschung schuldig macht, indem er zu den 5. Mos. 13. u. 18. erwähnten Erkennungszeichen eines wahren Propheten aus eigener Machtvollkommenheit noch eines hinzufügt. Die Offenbarung soll nicht reden von der Erscheinung Gottes in einer Gestalt, sagt er; *) — danach war aber Moses ein falscher Prophet; •) Eist p. 108. bringt Hr. Ph. einen Beweis dafür, daß der Mosaismus „irgend ein Heraustreten der Gottheit in eine Gestalt aufs strengste als ungöttlich proklamirt" habe. In einer Note sagt er: „S. das zweite der Zehngebote. Ferner: „Du hast keine Gestalt gesehen" u. s. w. 5. Mos. 4, 15. Daraus also, daß am Sinai das Volk nur des Herrn Stimme hörte, und die Aeltestcn einer Anschauung Gottes gewürdigt wurden (2. Mos. 24, 9—11), in der ste allerdings keine Gestalt sahen, und daraus, daß es für das in finnlichcn heidnischen Naturdienst verflochtene Volk aufs Strengste verpönnt ward, „sich von Gott kein Bildniß und kein Gleichniß zu machen," folgt, daß das HerauStreten Gottes in eine Menschengestalt ungöttlkch sei, wiewohl cs als sichere Thatsache vom