Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 2 (2.1848)
- Date
- 1848-02-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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24 gm habe, und daß alle die, welchen „Gott, Freiheit und Unsterblichkeit" der Inbegriff ihrer religiösen Anschauungen sei, das schon besäßen, was Herr Ph. aus der Umhüllung des Talmuds ihnen erst offenbaren wolle. Freilich unterscheidet sich die sogen, natürliche Religion, wie sie von den englischen Deisten des 17ten Jahrhunderts, den Materialisten, Naturalisten und Rationalisten des 18ten und den Lichtfreunden des I9ten aufgestellt ist, von der religiösen Zdee PH's. dadurch, daß sie ein ewiges Leben, eine Unsterblichkeit behauptet. So lautet z. B. der fünfte Satz des Deisten Herbert: „Von der göttlichen Güte und Gerechtigkeit wird je nach den Thaten Lohn und Strafe zuertheilt, theils in diesem, theils in jenem Leben" *). Herr Ph. scheint zwar nur ein religiöses Diesseits zu kennen; indessen wenn er einsehcn sollte, daß der Glaube an die Unsterblichkeit des Menschengeistes zu fest in der menschlichen Natur sitzt, als daß er ihn länger ausschließen dürfte, so geben wir ihm einen Fingerzeig, wie er ihn auch in den mosaischen Schriften schon finden kann. Gott spricht: „Zch bin der Gott Abrahams und der Gott Zsaaks und der Gott Jacobs. Gott aber ist nicht ein Gott der Tobten, -sondern der Lebenden." — Also wenn Herr Ph. sich gehörig umgeschaut hätte, so würde er schwerlich an der weiten Verbreitung seiner religiösen Idee gezweifelt haben. Eine andre Frage ist freilich die, ob dieselbe wirklich im A. T. begründet sei, aus welchem sie als das angeblich Feste und Sichere abstrahirt sein soll. Wir müssen das entschieden verneinen. Das A. T. lehrt anders von Gott, Welt und Mensch, als PH. sagt; selbst die Bruchstücke der biblischen *) Wir «heilen die fünf Sätze, welche dieser Deist (und nach ihm viele) als dm Kern aller Religion in feinem Buche de religione gentium p. 295. aufgestellt hat, zur Berglctchnng mit: 1) Es giebt einen höchsten Gott. 2) Derselbe muß verehrt werdm. 3) Tugend und Frömmigkeit find die Haupttheile der GotteSverehrung. 4) lieber die Sünden muß man Schmerz empfinden (dolendum est) und von ihnen laffm. 5) Sieh oben. — Wir vermuchen, daß diese Forwulirmig de» Aufgeklärten doch mundrechter sei» wird, als die des jüdischen Rabbi.