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Dibre Emeth · 1848-02-01 · 2 (2.1848) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
2 (2.1848)
Date
1848-02-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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18 für sich erreichen konnte, und sich überhaupt zur Annahme der Wahrheit frei entwickeln mußte." Za, die Heiden sollten erfahren, wie weit der Mensch mit eigner Macht und Weisheit komme, die endliche Trostlosigkeit und Verzweiflung, zu der sie gelangten, sollte sie für die Gnadengabe der göttlichen Offenbarung und Hülfe empfänglich machen. Das war ihre Vorbereitung zur Annahme des Heils *). Das Gesagte reicht hin, um den Widerspruch, in den Ph. durch seine Erklärungsweise des Heidenthums mit sich selbst und seiner Annahme eines göttlichen Bildes im Menschen gerathen ist, jedem Einsichtigen aufzudecken, und wird auch zu seiner Widerlegung, da wir von denselben Voraussetzungen aus streiten, genügen. Wir haben damit schon das eigentliche Gebiet, worauf es hier ankommt, berührt; wenden wir uns nun zu seiner Darstellung des Mosaismus. „Auf diesem (d. i. dem heidnischen) Boden erstand der Mosaismus als vollständiger Gegensatz." Mit diesen etwas seltsam und zweideutig klingenden Worten — denn fast lassen sie *) Näheres darüber vgl. in Dibre Emeth Zahrg. 1847 No. 8. x. 12S. Die Behauptung des vr. PH., daß „die Entwickelung des Gottheitsbegriffes in der Thal von hier geschichtlich (d. h. von der Ahnung einer Gewalt in den äußern Dingen) ausgegangen ist," (pag. 17.) ist eine von seinen kecken Arußerungen, die alles Grundes entbehren. Wäre sie mehr, wozu denn die Deklamationen gegen das Mythische und Mystische? wozu den» die Empfehlung einer psychologischen Erklärungsweiser Es genügte ja durchweg zum Erweise der .Wahrheit die Einfache Beziehung auf die Geschichte. Aber Herr Ph. weiß recht gut, daß sich geschichtüch, d. h. aus sichern und beglaubigten Nachrichten, gar nicht feststellen läßt, welchen Eottheitsbegriff seine rohen Naturmenschen ursprünglich gehabt haben, welches Volk dieselben zuerst ein wenig höher entwickelt habe, und wann dies geschehen sei. Er weiß recht gut, daß die Stufen der religiösen -Entwicklung, welche er angiebt, als In der Ordnung und Reihenfolge htrvokgetreten sich nicht Nachweisen lassen, und das müßte doch der Fall sein, wenn jene Behauptung Sinn habm soll. Die einzig sicheren Nachrichten der heiligen Schrift verwirft er, weil sie in seine Anschauung nicht paffen; — dafür ersinnt er sich lieber selbst eine Geschichte und sagt seinen Zuhörern mit kecker Stirn, so, wie er lehre, habe sich geschichtlich der Gottheitsbegriff entwickelt! Das ist «ehr denn Geschichtsforschung!

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