Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 11 (November 1847)
- Date
- 1847-11-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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178 tete Dankadresse von christlichen Zuhörern, „das Erfreulichste, was ihm werden konnte," abgedruckt, worin sie bekennen, daß ihnen durch diese Borlesungen „ein so seltner geistiger Genuß bereitet worden sei, der nicht als solcher flüchtig, wie so mancher des Lebens, sondern nachhaltig ernst auf ihre Gemächer auch für die fernere Folgezeit wirken wird." „Sie haben — so reden sie ihn an — unfern Gesichtskreis erweitert und uns dadurch in den Stand gesetzt, gereiftere Urtheile ins Leben herüber zu tragen; Sie haben durch mächtige Worte das beseligende Gefühl für wahre religiöse Freiheit in unsrer Brust gehoben", und zum Schluß sprechen sie mit dem herzlichsten Dank den Wunsch aus, das, was sie gehört, auch bald denen durch den Druck theilhaft werden zu sehen, „die Gefühl für das Große und Hehre in ihrer Brust tragen und nicht so glücklich waren, Zuhörer der Vorlesungen gewesen zu sein." Daß nun Christen diesen Vorlesungen so großen Beifall geschenkt haben, würde unter andern Umständen zu einigen Erwartungen berechtigen. Zn der Gegenwart aber sind selbst Dankadressen, auch wenn sie in weniger unbestimmten und schwankenden, in mehr sagenden Worten abgefaßt sind als die vorliegende, von geringer Bedeutung. Weit mehr läßt die Versicherung des Verfassers erwarten, daß er den Weg der Geschichte eingehalten und darum von desto wenigeren Seiten auf volle Billigung rechnen dürfe. Wir gestehen, als wir dies in der Vorrede lasen, angenehm überrascht worden zu sein. Denn wir sind von jeher der Meinung gewesen, daß die Geschichte und ihr Studium den Geist über die beschränkten Gegensätze der jedesmaligen Zeitrichtungen erhebt, ihn von den hemmenden Borurtheilen der Partheien befreit und in ihrem Kampfe nicht untergehn läßt. Daher haben wir es immer für unsere Aufgabe erachtet, den Wegen Gottes in der Geschichte zu lauschen und unbefangen den Geschicken der Völker nachzugehen, ob sich vielleicht ihr Ziel und Ende aus dem Geschehenen erschließen ließe. Mißverständniß und Zufall, blinder Eifer und bornirte Partheilichkeit wen-