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Dibre Emeth · 1847-09-01 · Heft 9 (September 1847) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 9 (September 1847)
Date
1847-09-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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160 Mit F., der am mtistm gesprochen hatte, und zwar in sehr ^rundlicher Weise, und mit noch einigen, ging ich, das Gespräch sortseßeud, auf den Markt. Bald gesellten sich noch Mehrere zu uus. Zch suchte immer den Punkt conjbet Si'mdenschuld und deren Tilgung festzuhalten, unter Hinweisung auf Israels gegenwärtigen Zustand ohne Opfer. F. bediente sich eines Gleichnisses: „Glaube ist doch das, wenn ich mich auf Jemandes Wort verlasse bei Dingen, die ich nicht sehe; diese Treppe dort-sehe ich, also brauche ich nicht zu glauben, daß eine da ist. Gesetzt nun, Sie sagen mir dies und das, und ich halte Sie für einen gelehrten und redlichen Man», so glaube ich Ihnen. Dann kommt ein Anderer und redet anders; so spreche ich bei mir: Ich bleibe doch bei dem Ersteren. Ferner: So lange ein König regiert, müssen seine Gesetze gelten, und kein Prinz darf sie umstoßen. Sie glauben doch, daß Gott, der Schöpfer Himmels und der Erde, ewig ist?" Zch weiß wohl, antwortete ich, wo Sie hinaus wollen, nämlich dahin: der Ewige hat durch Moses sein Gesetz gegeben, folglich muß es ewig bleiben. Aber Gott selbst hat die alten Ordnungen umgestoßen. Warum das? Um des Gottesdienstes willen? Nein, denn nach der Rückkehr aus Golus Bobel (babylonischen Gefangenschaft) ward Götzendienst nicht getrieben, sondern Gott hat das Heiligthum zerstört, die Opfer aufgehoben, weil sein Volk Israel den Messias gekreuzigt hat und geschrieen: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder. Und dieser Gekreuzigte betete am Kreuze: Vater, vergieb ihnen! — Troß dieser freimüthigen Anrede änderten meine Zuhörer ihre Freundlichkeit nicht. Es war schon 9 Uhr vorbei, als wir die Unterhaltung aufhoben. — Auch am folgenden Tage hatten wir theils mit Einzelnen, theils mit einem kleinen Kreise, noch verschiedene Gespräche. Wir konnten, als wir Donnerstag den 22sten wird« unser» Wanderstab ergriffen, dem Herrn nur danken, daß Er uns eine so fteuudliche Aufnahme in diesem Städtchen bereitet hatte. (Fortsetzung folgt.) Kies Blatt erscheint monatlich in einem Boqen und kostet der Jahrgang 15 Sgr. Bestellungen nehmen, außer dem Herausgeber selbst, alle , Buchhandlungen an. . . .. gtffudt und in Commisswn bei TrowiKsch mid S«b» in Frankfurt a. d. L.

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