Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 8 (August 1847)
- Date
- 1847-08-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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135 und mit ganzer Kraft diesen Satz aussprach und geltend machte. Und weil diese Stimme schwieg, konnte es nicht anders kommen. Wohlan, ihr Preußen israelitischen Glaubens! Seim wir nicht entmuthigt! Die Sphäre des Staatsdienstes, die ständischen Rechte, die Bildung der Zugend sind uns verschlossen; dafür ist uns das Volksleben, das städtische, das gewerbliche und frei wissenschaftliche Leben «»verkümmert geblieben. So. sind diese es, auf welche alle unsere Kräfte wir werfen wollen, in welche wir mit vollem Geiste und Thätigkeit eintreten wollen! Hier wollen wir arbeiten, rastlos, voll Eifers, voll humanen Geistes; dies sei unsere Arena; hier wollen wir uns auszeichnen und hohe Ehren erlangen! Dann können wir ruhig sein, und das Ziel ist unverloren. Preußen israelischen Glaubens! Man ist nicht säuberlich*) mit unserer Religion umgegangen; unser Glaube ist geschmäht und hintenangesetzt worden; es ist überall nur gesagt worden : hierdurch und dadurch können wir die Juden za Christen machen — auch das beirre uns nicht! Gerade darum immer mehr Treue und Anhänglichkeit an unsrer Religion bekräftigen! Gerade darum sie immer mehr läutern und auch ihre äußere Erscheinung veredeln, und ihren Inhalt immer mehr ins Klare > bringen! Das Wort verhallt und wird vergessen — aber die That bleibt ewig, und durch die That sieget die Wahrheit!" Der Orient bringt in No. 29. eine „Erklärung einer Anzahl preußischer Juden gegen die Aeußerung der Staatsminister v. Thiele und v. Bodelschwingh: „„daß der Jude kein Preuße sei."" Die Erklärung lautet: „Zn der Sitzung der Dreiständekurie vom 14. Zuni d. Z. hat der °) Säuberlicher wenigstens als Hr. Philippsohn selbst, der das Meuschcnthum über die Religion erhebt, über die mosaische Religion selbst, die von Gott gegeben Ist. Hat Gott etwa nicht gewußt, war dem Menschen gut ist, oder weiß es Hr. Philippsohn, wissen eS die lichtfreundlichen Juden und Christen etwa besser als Gott? Und wenn uns Hr. Philippsohn doch erst belehre» möchte, was er unlcr dem Menschcnthume versteht; er weiß eS aber vielleicht selbst nicht. A. d. R.