Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1847)
- Date
- 1847-07-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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„Ich liebe die Juden," spricht Grimshawe, „aber ich spreche nicht dafür, daß fte: Magistrats - Mitglieder Werden, Ich meine, daß dies Amt den Christen gehört und daß die Verwaltung der Gesetze, welche ein Theil und Stück des Christenthums sind, weil das Christenthum ein Theil und Stück des Gefttzes des Landes ist, den Christen gehört und nicht ein Vorrecht der Zuden ist. Dann habe ich vernommen, daß es in den letzten zwei Zähren vorgekommen ist, daß Juden mit dem Amte eines High-Sheriff . bekleidet worden sind. Zch glaube, das Amt eines High-Sheriff .kommt an Würde nur dem eines Lord-Lieutenants unjerer Grafschaften gleich, und ich muß bekennen, daß ich nicht wünsche, dqß dies Amt einem Juden zu Theil würde. Und wiederum scheint es mir, daß man sich in der Stadt und durch das ganze Land einander zufiüstert, daß alle diese Dinge ein Stein des Anstoßes sind, und daß wir nach und nach die Juden als Gesetzgeber im Parlamente sehen werden. Zch wünsche nicht, einen Juden zu beleidigen, aber ich kann auch nicht zugeben, daß das'Gewissen eines Christen verletzt werde. Zch kann nicht so weit gehen, und bitte einen Grund angeben zu dürfen, warum nicht, und warum mein Gewissen mir es verbietet. Es war eine Zeit, in der unser Parlament ein wesentlich protestantisches war. Es hörte auf protestantisch zu sein; ich gebe keinen Commentar darüber, ich berichte einfach die Thatsache. Aber es war nicht länger protestantisch. Wenn man nun den Zuden das Recht einräumt, unsere Gesetzgeber zu werden, so wird es nicht bloß aufhörrn protestantisch zu sein, es wird aufhören christlich zu sein. Zch weiß, es zieht einen Gott Israels, aber der Gott Zsraels hat niemals in seinen herrlichen Vorsätzen der. Gnade bestimmt, daß diese Vorsätze mitgetheilt werden sollten, indem den Zuden Privilegien auf Kosten des constitutionelley, protestantischen und christlichen CharacterS unsers Parlaments und Landes gegeben. werden. Zch konnte nicht anders als diese Bemerkungen machen. Zch wünsche keinen Anstoß zu geben, aber die Wahrheit fordert dies, und um der Wahrheit willen achte ich nicht auf die Folgen." . Zuletzt wurde noch der Antrag gestellt, dem Lord Ashley dafür einen. Dank abzustatten, daß er die Güte gehabt habe, den Präsidentenstuhl einzunehmen und die Verhandlungen zu leiten. Herr Dr. Marsh leitete diesen Antrag ein und Sir Robert Znglis unterstützte ihn. Darauf schloß Lord Ashley die Verhandlungen mit einer kurzen Rede, und nachdem die Versammlung noch die Doxologie gesungen hatte, ging sie auseinander. Die Colleete betrug 151 Pfund Sterlinge, oder etwas über 1000 Thaler. —