Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1847)
- Date
- 1847-07-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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folgende Zeit wieder zurück. Darum konnten die gottesdienstlichen Versammlungen vor dem Exil -keine feste Gestalt gewinnen, wie es unter andern und günstigeren Verhältnissen bald nachher der Fall war. Die Anfänge der Synagoge glauben wir aber dennoch mit Sicherheit vor dem Exile, wie die Keime in de» ältesten Zeiten, suchen zu dürfen. Ihre Entwicklung so wie ihre eigentliche Bedeutung in der Geschichte des Reiches Gottes trat erst nach dem Exil hervor. Ein Blick auf die veränderten Verhältnisse soll uns den Weg bahnen zur Beschreibung der Gestalt, in der wir sie zur Zeit Christi antrafen. Die Umwandlung des israelitischen Volksgeistes nach der babylonischen Gefangenschaft fällt zu sehr in die Augen, als daß man nicht nach den Gründen derselben fragen sollte. Eine dreimalige Wegführung der Edlen und Angesehnen des Volkes hatte den. Kern desselben in die Ebenen des Euphrats und Tigris verpflanzt. Die nach der Zerstörung Zerusalems im Lande Gebliebenen waren nach dem am chaldäischen Statthalter begangnen Morde nach Egypten geflohen. Schon Jeremias bezeichnet c. 24. die Weggeführten, die er mit einem Korbe guter Feigen vergleicht, während er für die Zurückgebliebenen das Bild eines Korbes schlechter, verdorbener Feigen gebraucht, als die eigentliche Pflanzschule und Hoffnung des Reiches Gottes, „die sich von ganzem Herzen zu ihrem Gott bekehren würden." Und wenn man unter den Zurückkehrenden zum zehnten Theil Priester findet, so erscheint es nicht als unwahrscheinlich, daß die chaldäischen Sieger, wohl ahnend, worin Israels eigentliche Stärke ruhte, besonders die aus dem Lande zu führen bedacht waren, in denen das theocratische Bewußtsein lebendig war. Der bessere Theil ward weggeführt, während der götzendienerische Theil des Volkes theils umkam, theils nach Egypten floh. So ward denn auch der Sinn des besseren Theiles der herrschende. Der von den Heiden ausgehende Druck mochte alle noch etwa vorhandnen Sympachien für das Heidenthum ertödten, — der spätere Sturz der Weltmonarchien die Einsichtsvolleren mehr als je von der Unzulänglichkeit d«