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Dibre Emeth · 1847-07-01 · Heft 7 (Juli 1847) · page 12

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 7 (Juli 1847)
Date
1847-07-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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find schr «»bestimmt; so viel aber ist wohl sicher, daß dieselben besonders i«t Reiche ZSrael bestanden. Hier aber erscheinen sie nur als klösterliche Anstalten, als Missionsstationen, welche unter das abtrünnige Volk gestellt wären, um Zeugniß für die abzulegen, welche noch Ohren hatten zu hören. Das Zusammenleben dieser „Prophetenkinder" war ein geordnetes; sie wohnen und essen mit einander, sie wurden im Gesetz unterrichtet, und unter ihnen bestand wohl auch ein regelmäßiger Gottesdienst. Will man ihre Versammlungen als Vorläufer der Synagoge ansehen, so mag das immerhin sein, für eine weitere Ausbreitung und Ausbildung des Instituts konnten sie unter den obwaltenden Umständen schwerlich etwas beittagen. — Daß im Reiche Juda der Boden für die weitte Gestaltung der Synagoge etwas günstiger war, läßt sich nicht leugnen. Doch wechselten zu oft abgöttische Regmten, welche den tteuen Anhängern Zehovahs eben nicht günstig waren, (2. Chr. 16, 10. 24, 20. ff. Zerem. 26, 40. ff.) mit gottesfürchügen, so daß ttoß der ausdrücklich berichteten Bemühungen der letzten eine geordnete Verfassung des religiösen Unterrichtes schwerlich Wurzel fassen konnte. Es waren immer nur schnell vorübergehende Epochen, in denen König und Volk von theocratischenr Eifer ergriffen den Götzendienst abschafften und einen lebendigen Eifer für das Gesetz an den Tag legten. Den Schritt, den man in solchen Zeiten zur geordneten Verbreitung der Gesetzeskenntniß im Volke vorwärts gechan, that die nächst chm; chr Bestehen wird auf gleiche Weise zu allen Zeitm und im ganzen Lande vorausgesetzt. Es wäre wohl der Mühe werth, die darüber vorhandnen Nachrichten des A. T. in diesen Blättern einmal übersichtlich zufammmzustellen Hier wollen wir nur die dort angeführte Angabe berichtigen, daß Amos, der Hirt, in einer Prophetenschule gebildet worden sei; — der Prophet stellt c. 7, 14, dies ausdrücklich in Abrede, und rühmt es viemehr al« eine besondre Gnade Gottes, daß er ihn, wiewohl er kein Prophet und keines Propheten Sohn d. h. aber, wiewohl er in einer Prophetmschule nicht erzogen worden sei, dennoch berufen hqbe. Woher die Angabe geschöpft ist, daß „Jeremias, aus dem Stamme der Priester, Samuel, aus dem Stamme Ephraim, die Frauen Debora und Chulda hier ihre gemcinschastllche Ausbildung fanden," wissen wir nicht. Samuel wenigstens wurde beim Hohenpriester erzogen und scheint überhaupt erst der Begründer der ProphetMschulm zu sein. Jrrthümlich ist es, wenn dort gesagt wird, daß er aus dem Stamme Ephraim war; er war ein Levit, wie 1. Chr. 6, 12. ausdrücklich gemeldet wird. 1. Sam. 1, 1. giebt nur den Wohnort» nicht den Ramm des Katers von Samuel an, wie die Vergleichung von Nicht. 17,7. zeigt.

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