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Dibre Emeth · 1847-06-01 · Heft 6 (Juni 1847) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 6 (Juni 1847)
Date
1847-06-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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87 wollen wir nun aber Nicolayson selbst berichten taffen; er erzählt: „An der letzten Anhöhe vor der Stadt wurden wir von einer zahlreichen Gesellschaft zn Pferde, bestehend aus den Brittischen und Preußischen Consuln in Uniform und ihrem Gefolge, und dann beinahe von allen Mitgliedern der Mission, die Frauen nicht ausgeschlossen, empfangen. Gerade gegen Mittag zogen wir in die heilige Stadt ein, nachdem wir zahlreiche Gruppen von Freunden Und andern Zuschauern passirt hattm — unter ihnen auch Zuden und Habessinier, deren Freude unaussprechlich groß war, als sie den Bischof ihre Muttersprache reden hörten, und die alle gekommen waren, um den Bischof und seine Familie zu bewillkommnen. Da der Pascha von Zerusalem abwesend war, so wurde von der Ortsbehörde keine offizielle Nottz von der Ankunft des Bischofs genommen. Die Frau Bischöfin stieg vor der Wohnung ab, die zur Aufnahme des Bischofs und seiner Familie bereitet worden war, der Bischof selbst aber ritt bis zum Kirchplatze, wo sich eine große Menge Zuschauer versammelt hatte, gegen welche unsere Arbeitsleute Spaliere bildeten. Da fast die ganze Gemeinde vor die Stadt gegangen war, um den Bischof daselbst zu empfangen, so bot sich mir Gelegenheit dar, ihn, bevor wir in die Kirche gingen, zuerst in mein Haus aufzunehmen. Nachdem wir nur kurze Zeit geruht hatten, gingen wir in die Kirche, wo" sich unterdessen die Gemeine versammelt hatte. Zn dem Augenblicke/ als der Bischof aus der Sacristei in die Kirche ttat, erhob sich die ganze Versammlung und sang eine Bewillkommnungs-Hymne, die von einem Mitgliede derselben zu diesem Zwecke componirt worden war. Der Prediger Beitch las dann das „Te Deum" und der Bischof die Litanei. Darauf hielt ich nach vorgängiger Verabredung, im Namen der Kirche und Mission zu Zerusalem, folgende Ansprache zur Bewillkommnung des Bischofs. My Lord Bischof — Obschon es mich in Verlegenheit setzen muß, hier aufzutreten in einem Augenblicke, wie der gegenwärtige ist, der vergangene Ereignisse auf das Lebhafteste ins Gedächtniß zurückrufen 7«

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