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Dibre Emeth · 1847-05-01 · Heft 5 (Mai 1847) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 5 (Mai 1847)
Date
1847-05-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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hat zu hören, der höre!— Das war der Augenblick, da Gott mit seinem Hammer den Felsen zerschlug. Der Mann läßt auch die andre Hand sinken, und hört nun mit gespannter Aufmerksamkeit dem noch übrigen Theil der Predigt zu, und fängt nun ernstlich an zu fragen: Was muß ich thun, daß ich selig werde? und glaubt der Antwort: Glaube an den Herrn Zefum Christum! und findet durch denselbigen Frieden mit Gott. — Sonntag den 18ten. Die treffliche Predigt des Pastors über Zoh. 3, 26—30. die Freude am Wachsthume des Christus- Reiches, deren Text mit besonderer Rücksicht auf unsere Anwesenheit am Orte gewählt war, gewährte uns eine lange entbehrte Freude— Auf dem Wege nach .... blieben wir auch einen Tag in was etwa 50 jüdische Familien zählt. — Ein 13jähr. Knabe, der uns um ein kleines Buch bat, gab auf die Frage, wovon der Messias erlösen solle, die Antwort: „Er soll uns aus der Knechtschaft befreien; jetzt sind wir doch zerstreut." Unter Knechtschaft verstand er die mannigfache Verachtung und Zurücksetzung von Seiten der Christen. Zch führte ihn auf die Ursache der Zerstreuung und alles Elendes, indem ich ihn Matth. 27, 11—26. lesenließ. — Ein anderer Knabe hatte H. auf die Frage: Wer ist Christus? erwidert: „Gottes Sohn." — Woher weißt Du das? — „Es steht ja geschrieben, darum muß es wahr sein." — Diese Kenntniß rührte von dem Lesen der biblischen Geschichte her, die in der jüdischen Schule eingeführt ist.— Abends besuchte uns der jüdische Lehrer gemäß seinem am Nachmittage gegebenen Versprechen. Leider zeigte er sich als ein überaus hochmüthiger Streiter. Er bestritt die Wirklichkeit der Erscheinungen Gottes im A. T. „Gott als das vollkommenste Wesen kann sich nicht den Zwang anthun, sich in einen menschlichen Körper einzuschließen. — Zakob kämpfte nicht mit Gott, sondern für Gott. — Moses berichtet uns nicht die ausdrücklichen Worte Gottes, sondern nur ungefähr den Sinn derselben, dies liegt in dem denn Gottes Rede ist zu erhaben, als daß sie ein Mensch auffaffen könnte." Dahinter wollte

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