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Dibre Emeth · 1847-05-01 · Heft 5 (Mai 1847) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 5 (Mai 1847)
Date
1847-05-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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- ... , 70 . .. sitzes sich erstem. Es kann nicht anders sein, es muß die Strafdrohung Gottes sich unmittelbar anschließen B. 14. n. Der Prophet soll sogar nicht mchr Fürbitte für das, Volk einlegen; wie ein «mHchaltenrr Strom will sich des Herrn Zorn und Grimm über dasselbe ergießen, und wie ein Feuer, das niemand löschen kann. Zm heilige» Unwillen spricht der Herr V. 21.: EDToSy : *120 1*72X1 t52Tl2T hv ISO (eure Brandopfer füget zu euer« Schlachiopfern hinzu, und esset Fleisch). Auf dem Gegensätze, daß das nby ganz auf den Altar gebracht und verbrannt ward, dagegen vom H3T nur die gewöhnlichen Opferstücke verbrannt wurden, während das Uebrige zur Opfermahlzeit kam, auf diesem Gegensätze beruht hier der Nachdruck, weßhalb auch voransteht. Der Sinn ist also: „Zhr, die ihr trotz alles Gottesdienstes in der Sünde beharret habt und beharren wollt, ihr habt bisher schon mit den Schlachtopfern nicht etwa mich geehrt, sondern sie dazu benutzt, euer» schwelgerischen Lüsten zu fröhnrn; machet es nmkünftig mit den Brandopfern eben so!" Wir fühlen es, das ist nicht der Ausdruck eines Befehls oder einer Zustimmung, sondern der Ausdruck des tiefsten Unwillens über daß gottlose Treiben, durch welches alle göttlichen Ordnungen verkehrt, alle göttlichen Rechte mit Füßen getreten werden.' Der Sinn von B. 22. 23. ist nun der, daß Gott bei seiner Gesetzgebung die Opfer nicht als ein Mittel hingestellt habe, mit welchem ihn das Volk aufs Leichteste abfinden könne, sondern daß der innere Kern der Opfer der Gehorsam gegen seine Stimme sei. Dies wird uns auch dadurch anschaulich gemacht, daß 2. Mos. 19, 3 — 5. zuerst das Volk aufgefordert wird, Gottes Stimme zu hören, und daß danach erst die einzelnen Gesetze des Bundes ertheilt werden. Wenn also das Volk dem Willen des Herrn nicht unierthan sein will in allen Stücken, so kommen ihm die Opfer gar nicht zu. — Auch bei dem letzten der Propheten, Maleachi, begegnen wir demselben Kampfe gegen die falschen und für die wahren Opfer, und darum auch denselben scheinbar entgegengesetzten Ansprüchen. Zn der Strafpredigt gegen die gottlosen Priester (Kap. 1, 6. re.) sagt er V. 10.: „Ich habe

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