Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 4 (April 1847)
- Date
- 1847-04-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554570-2554575--00538-2556329- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
63 wendig durch den trennenden Accent bei ly erfordert." — Eine Auslegung, deren Unrichtigkeit mir ein jüdischer Kauftuann in einer benachbarten Stadt, ein gelehrter Kenner des A. T-, selbst begründete mit der Stelle 5. Mos. 1l, 30. (siehe die Accente bei: Slbin hio nmin 2V^N), obgleich er weit entfernt war, die Auslegung der christlichen Kirche anzuerkennen. — Hierauf kam von Neuem die Dreieinigkeitslehre an die Reihe. Zes. 9, 5 wollten sie durch die Ucbersetzung beseitigen: „Und seinm Namen nennt der Wunderbare, der Rathgeber, der starke Gott, der Ewigvater — Friedefürst." — Der Kaufmann stellte die Frage auf: „Warum steht bei Hagg. 2, 9., wenn der zweite Tempel gemeint ist, nicht (der zweite)?, denn (’nnxn bedeutet den letzten, von dem auch Ezech. weissagt." Der Nachweis, daß Hagg. in seinem ganzen Buche nur von dem Tempel rede, der zu seiner Zeit gebaut wurde, fruchtete nichts bei ihm. Zes. 11. mit der noch nicht erfüllten Friedenszeit erschien auch wieder auf dem Kampfplatze. — Bei allen» lebhaften Widerspruche aber war er, so wie auch sein Mitkämpfer, nicht unbescheiden; er kaufte 1 Thenach. (Bibel.) Mittwoch den 14te» Vormit. hatte ich die Freude, meine theuren College» wieder zu sehen. Der eine hatte in ... . vor etwa 120 — 150 Juden und über lOO Christen, der andre in . . . . . , einem weit kleinern Orte, vor etwa 40 Juden gepredigt. — Die, wie früher erwähnt ist, mir entwandten Bücher erhielt ich durch Vermittelung des oben genannten Kaufmanns und des Lehrers, denen ich die Sache mitgecheilt hatte, wieder. Der Letztere hatte den Thäter durch seine Schulkinder erfahren, der Erstere holte selbst die Bücher von den Elter» und überbrachte sie mir. — (Nachmit. begannen wir 3 gemeinsam den Propheten Jeremias im Ebr. zu lesen, und setzten es von da an auf unserer Reise, so oft wir ruhige Zeit hatten, zu unserer Stärkung fort. Am Ziele unserer Reise schloffen wir für dies Mal mit Kap. 32.) Gegen. Abend besuchte uns der erste jüdische Lehrer wiederum. Wie schon früher einmal gegen mich, räumte .er uns ein: „Sie haben viele Weissagungen der Prophe-